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Alle Verdächtigen nach tödlichem Angriff festgenommen

09.12.2019 - Schneller Fahndungserfolg nach der tödlichen Attacke auf zwei Ehepaare in Augsburg: Die Polizei hat sieben Verdächtige festnehmen können - auch aufgrund einer Videoüberwachung. Doch Datenschützer bleiben bei der Technik skeptisch.

  • Polizisten stehen in der Nacht zum 07.12.2019 am Augsburger Königsplatz am Tatort. Foto: Christoph Bruder/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Polizisten stehen in der Nacht zum 07.12.2019 am Augsburger Königsplatz am Tatort. Foto: Christoph Bruder/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Augsburg (dpa) - Nach dem tödlichen Angriff auf einen Passanten in Augsburg ist ein siebter Verdächtiger ebenfalls festgenommen worden. Damit seien nun alle Gesuchten gefasst, sagte am Montag ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Augsburg.

Der 49 Jahre alte Mitarbeiter der Augsburger Berufsfeuerwehr war am Freitagabend bei einem Streit mit einer Gruppe Jugendlicher beziehungsweise junger Männer am Königsplatz im Zentrum von Augsburg umgekommen. Der Mann war mit seiner Frau und einem befreundeten Paar auf dem Weihnachtsmarkt und anschließend noch in einem Restaurant. Auf dem Heimweg kam es zum Streit mit der Gruppe. Dabei wurde der Mann getötet, der zweite Mann wurde verletzt. Die Frauen blieben körperlich unverletzt.

Die Ermittler nahmen am Sonntag zunächst zwei 17 Jahre alte Hauptverdächtige fest. Anschließend wurden auch die weiteren Mitglieder der Gruppe gefasst. Bei der Fahndung half die Videoüberwachung, die die Polizei im Dezember 2018 am Augsburger Königsplatz installiert hatte.

Dennoch warnte Bayerns Datenschutzbeauftragter Thomas Petri davor, nun die Videoüberwachung in den Städten massiv auszuweiten. Die Innenstädte dürften nicht mit Kameras zugepflastert werden. «Videoüberwachung muss die Ausnahme sein, die gerechtfertigt ist, aus dem Schutzgedanken heraus.» Jede Kamera sei auch eine Verletzung der Bürgerrechte. Er wies auch darauf hin, dass die Videoanlagen in der Regel keine Straftaten verhinderten. In den meisten Fällen würden Täter sehr spontan aggressiv und ließen sich nicht von Überwachungstechnik abhalten.

Bei dem einen 17-Jährigen, der den 49-Jährigen geschlagen haben soll, handelt es sich um einen Deutschen, der auch die türkische und die libanesische Staatsbürgerschaft besitzt. Der andere 17-Jährige ist ein gebürtiger Augsburger mit italienischer Staatsbürgerschaft. Noch am Montag sollte der Haftrichter über eine mögliche Untersuchungshaft entscheiden. Weitere Details zu dem Fall will die Kripo am Nachmittag bei einer Pressekonferenz bekanntgeben.

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