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Anstieg der Arbeitslosigkeit in Bayern scheint gestoppt

30.07.2020 - Ein halbes Jahr nach den ersten Corona-Infektionen scheint der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Bayern vorerst gestoppt. Die Arbeitslosenquote im Freistaat lag Ende Juli im Vergleich zum Juni unverändert bei 3,9 Prozent, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Insgesamt 295 665 Arbeitnehmer waren arbeitslos gemeldet, lediglich 1842 mehr als im Vormonat. «Der Arbeitsmarkt in Bayern scheint sich von der Krise langsam zu erholen, auch wenn die Auswirkungen der Pandemie weiterhin zu spüren sind», sagte Ralf Holtzwart, der Chef der bayerischen Regionaldirektion.

  • Der Schriftzug der «Agentur für Arbeit» an einem Gebäude. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Schriftzug der «Agentur für Arbeit» an einem Gebäude. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In 41 der 96 bayerischen Kreise ging die Arbeitslosigkeit sogar zurück. Die höchste Arbeitslosenquote verzeichnete die Stadt Hof mit 7,7 Prozent. Am besten ist die Lage dagegen in Eichstätt mit einer Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent, gefolgt vom benachbarten Pfaffenhofen an der Ilm und Neumarkt in der Oberpfalz mit jeweils 2,3 Prozent. Bayernweit meldeten die Unternehmen den dritten Monat in Folge wieder mehr freie Stellen.

Darüber hinaus leiden viele Firmen trotz Corona-Pandemie weiter unter Lehrlingsmangel. Derzeit ist rechnerisch nur für jede zweite freie Lehrstelle eine Bewerbung in Sicht: 18 800 bislang nicht fündig gewordene Jugendliche haben die Wahl unter 38 500 freien Lehrstellen. «Die aktuelle Lage darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die wirtschaftliche Entwicklung auch vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängt», sagte Holtzwart.

Im längerfristigen Ausgleich sind die Auswirkungen der Corona-Krise auf dem Arbeitsmarkt mehr als deutlich sichtbar: Im Vergleich zum Sommer 2019 ist die Zahl der Arbeitslosen um mehr als 93 000 gestiegen, ein Anstieg von 46 Prozent. Hunderttausende Arbeitnehmer sind nach wie vor in Kurzarbeit.

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