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Augsburger Brechtfestival soll Popspektakel werden

09.02.2020 - Bert Brecht als Popstar. So präsentieren die neuen Macher des Brechtfestivals den berühmten Theaterautoren. Prominente Namen sollen dabei helfen.

  • Abbildung von Bertolt Brecht als 20-jähriger im Jahr 1918. Foto: picture alliance / -/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Abbildung von Bertolt Brecht als 20-jähriger im Jahr 1918. Foto: picture alliance / -/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Augsburg (dpa/lby) - Das diesjährige Brechtfestival in der Geburtsstadt des Literaten und Theatermanns wird von den neuen Machern wie ein Popkulturfest präsentiert. Es solle der wilde, laute und punkige Brecht gezeigt werden, kündigten die neuen künstlerischen Leiter Jürgen Kuttner und Tom Kühnel an. Das Festival beginnt am Freitag und dauert bis 23. Februar.

Beide verantworten zum ersten Mal das Festival, das jährlich im zeitlichen Umfeld des Geburtstags von Bertolt Brecht am 10. Februar in Augsburg stattfindet. Brecht wurde 1898 in der schwäbischen Stadt geboren und später in Berlin zu einem weltbekannten Theaterautoren, er starb 1956. Kuttner und Kühnel lösen den bisherigen Leiter Patrick Wengenroth ab, der drei Jahre lang das Festival verantwortet hat. Die Stadt Augsburg will das Festival im Drei-Jahres-Rhythmus in neue Hände legen.

Im Unterschied zu Wengenroth setzt das neue Leitungs-Duo stark auf prominente Namen bei dem Festival. So werden unter anderem die Schauspieler Corinna Harfouch, Lars Eidinger, Charly Hübner, Milan Peschel, Martin Wuttke und Maren Eggert erwartet. Viele Stücke werden nach Angaben der Festivalmacher exklusiv für das zehntägige Festival kreiert.

Höhepunkte sind zwei «Spektakel»-Abende am 14. und 22. Februar, an denen jeweils eine ganze Reihe von Theaterstücken hintereinander gezeigt wird. Das Eröffnungsstück ist ein Gastspiel vom Schauspiel Hannover, das Heiner Müllers «Der Auftrag» mit Harfouch zeigt. Regie führen bei der Inszenierung die Festivalchefs Kühnel und Kuttner selbst.

Kuttner findet, dass Brecht nicht «immer noch aktuell» sei, sondern die Zeiten seien «wieder brechtischer geworden». Mit dem Motto «Er ist vernünftig, jeder versteht ihn» wollen die Festivalmacher einen «Brecht für alle» vorstellen. Der Autor sei mehr als der Schulbuch-Brecht oder der Klassiker-Brecht und strahle bis heute in die Popkultur aus, erklärten sie bei der Programmvorstellung. Das Programmheft wurde im Stil eines Comics gestaltet.

Das Augsburger Staatstheater beteiligt sich mit einer Uraufführung eines neuen Werks, das zusammen mit den Städtischen Bühnen in Prag in Anlehnung an die Geschichte des braven Soldaten Schwejk entsteht. Die Uraufführung des zweisprachigen Stücks «Švejk / Schwejk» ist am 21. Februar geplant. Das Ensemble setzt sich zusammen aus Mimen aus Deutschland und Tschechien.

Im Rahmen des Festivals wird der Schriftstellerin Sibylle Berg am 18. Februar der Bertolt-Brecht-Preis verliehen. Die Stadt Augsburg vergibt die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung alle zwei Jahre.

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