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BMW kauft Lithium für eine halbe Milliarde Euro in China

11.12.2019 - München/Wiesbaden (dpa) - Der Autobauer BMW hat bei dem chinesischen Rohstoff-Konzern Ganfeng Lithium für 540 Millionen Euro bestellt. «Mit der Vertragsunterzeichnung sichern wir unseren Lithium-Bedarf für Batteriezellen ab», sagte Einkaufsvorstand Andreas Wendt am Mittwoch. Der Vertrag laufe bis Ende 2024. «Bereits 2023 wollen wir 25 elektrifizierte Modelle im Angebot haben, davon mehr als die Hälfte vollelektrisch. Entsprechend steigt der Bedarf an Rohstoffen», sagte Wendt. Ganfeng baue das Lithium in Australien ab.

  • Das Logo des Münchner Autobauers BMW ist auf einem Auto zu sehen. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo des Münchner Autobauers BMW ist auf einem Auto zu sehen. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Für die kommende, fünfte Generation an Batteriezellen kauft BMW auch Kobalt ab 2020 selbst ein und liefert die Rohstoffe den Batteriezell-Herstellern CATL und Samsung SDI. Kobalt soll künftig aus Minen in Australien und Marokko bezogen werden. Die Lieferverträge garantieren eine Versorgungssicherheit bis 2025, teilte BMW mit.

Mit den Zellen der beiden asiatischen Hersteller baut BMW die Batterien für seine Elektroautos selbst in den Werken Dingolfing, Spartanburg und Shenyang. Bis 2031 hat BMW bei CATL Batteriezellen für 7,3 Milliarden Euro und bei Samsung SDI für 2,9 Milliarden Euro bestellt. «Damit sichern wir langfristig unseren Bedarf an Batteriezellen», sagte Wendt. In Europa wollen die Münchner 2025 jedes dritte Auto mit Elektro- oder Hybridantrieb verkaufen.

Lithium-Ionen-Akkus werden als Energiespeicher auch in Smartphones oder Akkuschraubern eingesetzt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 202 Millionen Lithium-Ionen-Akkus im Wert von 2,4 Milliarden Euro nach Deutschland importiert - Tendenz steigend: Im laufenden Jahr seien bis September bereits 190 Millionen Lithium-Ionen-Akkus importiert worden. Etwa 40 Prozent stammten aus China, noch einmal so viel kam aus Japan, Südkorea und Singapur.

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