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Beginn der Warnstreiks in Metall- und Elektroindustrie

02.03.2021 - Zum Auftakt der Warnstreiks in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie haben sich laut IG Metall bis Dienstagmittag 8670 Beschäftigte beteiligt - die Hälfte davon in Schweinfurt bei den Auto- und Industriezulieferern ZF, SKF, Schaeffler und Bosch Rexroth. In Schweinfurt hätten rund 1000 Metaller an Kundgebungen für Lohnerhöhungen teilgenommen, teilte die Gewerkschaft mit. Insgesamt seien 24 Betriebe in Bayern betroffen.

  • Eine Protestkundgebung der IG Metall. Foto: Christoph Schmidt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Protestkundgebung der IG Metall. Foto: Christoph Schmidt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Friedenspflicht zwischen den Tarifparteien ist in der Nacht zum Dienstag ausgelaufen. Weil in den bisherigen Verhandlungen keine Annäherung erreicht wurde, hat der bayerische IG-Metall-Chef Johann Horn «mächtige» Aktionen in den nächsten Tagen angekündigt.

Die IG Metall fordert bundesweit vier Prozent mehr Lohn für die Beschäftigen - wenn es in einem Betrieb schlecht läuft, in Form von Lohnausgleich bei einer Senkung der Arbeitszeit. Die Arbeitgeber bieten nach einer Nullrunde in diesem Jahr noch unbezifferte Lohnerhöhungen erst ab 2022 an und fordern darüber hinaus, dass Krisenbetriebe bei bestimmten Bilanzzahlen ohne Nachverhandlungen mit der IG Metall automatisch vom Tarifvertrag abweichen können. In Bayern arbeiten rund 840 000 Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie.

Die ersten Warnstreiks gab es bereits kurz nach Mitternacht im BMW-Presswerk in Dingolfing, bei den Autozulieferern Mahle-Behr in Neustadt bei Regensburg sowie Bosch Rexroth in Lohr am Main und im schwäbischen Elchingen, bei dem Elektronikspezialisten RF360 in München sowie bei Linde Material Handling in Weilbach bei Aschaffenburg. Eine größere Aktion gab es bei Bosch-Siemens-Hausgeräte in Dillingen, wo laut IG Metall 1500 Mitarbeiter die Arbeit eine Stunde früher beendeten, «so dass trotz Vollauslastung die Bänder abgestellt wurden». Bei Airbus in Manching beteiligten sich 900 Beschäftigte an einem Warnstreik.

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