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Bezirketag will mehr ambulante Pflege und weniger Bürokratie

07.12.2018 - Der Bayerische Bezirketag vertritt die Interessen der Bezirke gegenüber der Staatsregierung. Nun hat er sich der Verband neu aufgestellt - samt einem neuen Präsidenten. Der erklärt, welche Schwerpunkte er im Amt setzen will.

  • Eine Krankenpflegerin reicht einem Patienten in der Onkologie im Klinikum Nürnberg ein Glas Wasser. Foto: Daniel Karmann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Krankenpflegerin reicht einem Patienten in der Onkologie im Klinikum Nürnberg ein Glas Wasser. Foto: Daniel Karmann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bayreuth (dpa/lby) - Mehr ambulante Pflege für alte Menschen, mehr Ansprechpartner für psychisch Kranke in Krisen und Kampf gegen Bürokratie: Dafür will sich der neu aufgestellte Bayerische Bezirketag einsetzen, wie dessen neuer Präsident Franz Löffler (CSU) am Freitag in Bayreuth erklärte. Der Verband vertritt als Dachorganisation die gemeinsamen Interessen der Bezirke gegenüber Landtag und Staatsregierung. 39 von 69 Delegierten hatten den Bezirkstagspräsidenten der Oberpfalz zuvor ins Amt gewählt.

24 Stimmen waren ungültig - eine ungewöhnlich hohe Zahl, sagte Bezirketags-Sprecher Ulrich Lechleitner. Das könne mit den neuen Kräfteverhältnissen zusammenhängen. So seien die Grünen bei der Wahl der Bezirkstage, die jeweils Vertreter in die Gremien des Bezirketags entsenden, erstarkt. Zudem sei nun die AfD vertreten.

Die Bezirke sind die dritte kommunale Ebene in Bayern nach Gemeinden und Landkreisen. Sie übernehmen Aufgaben, die für viele Städte allein nicht finanzierbar wären. Am bekanntesten sind die Bezirke als Träger der psychiatrischen Krankenhäuser.

Der neue Verbandspräsident Löffler erklärte am Freitag, mehr alte Menschen in der Gesellschaft dürften nicht automatisch zur Folge haben, dass mehr Altenheime eröffnet werden. Gefragt seien «innovative Ideen». Dazu zählten ambulante Wohnformen.

Zudem stehe nun die Umsetzung des Umsetzung des Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes (PsychKHG) im Vordergrund. Besonders der Krisendienst, an den sich psychisch Kranke in schwierigen Situationen bei Tag und Nacht wenden können sollen, müsse «optimal funktionieren», betonte Löffler. Neben der Leitstelle in jedem Bezirk solle auch die «Vernetzung in der Fläche» ausgebaut werden.

Das Gesetz zur Hilfe für psychisch Kranke soll deren Versorgung stärken. Ziel sei unter anderem, negative Vorurteile gegen psychische Erkrankungen weiter abzubauen und Betroffenen Anlaufstellen zu geben. Um das Gesetz war heftig gerungen worden. Mitte Juli hatte der Landtag einer deutlich abgeschwächten Fassung zugestimmt.

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