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Chemikalie in Altötting: Industrie übernimmt Filterkosten

19.11.2018 - Altötting (dpa/lby) - Nach der Verunreinigung von Trinkwasser im Landkreis Altötting mit der möglicherweise Krebs erregenden Chemikalie PFOA ist die Chemieindustrie bereit, Filteranlagen zu finanzieren. Die Industrie werde die Kosten für den Einsatz von Aktivkohlefiltern für die Städte Altötting und Neuötting sowie die Gemeinden Burgkirchen und Kastl sowie die Betriebskosten übernehmen, heißt es in einer Einladung des Ersten Bürgermeisters von Altötting, Herbert Hofauer (Freie Wähler), zur Unterzeichnung des entsprechenden Vertrages an diesem Mittwoch. Die «Passauer Neue Presse» und der Bayerische Rundfunk (BR) hatten zuvor darüber berichtet. Laut BR soll es insgesamt um eine Millionensumme gehen.

  • Trinkwasser wird vor dem Schriftzug «Wasser» in ein Wasserglas gegossen. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Trinkwasser wird vor dem Schriftzug «Wasser» in ein Wasserglas gegossen. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ziel ist es, das Trinkwasser von der Chemikalie Perfluoroctansäure (PFOA) zu reinigen. Nach der Überschreitung von Leitwerten waren bereits Aktivkohlefilter in einem Ortsteil Altöttings sowie in dem Ort Kastl installiert worden. Manche Orte stellten die Versorgung um, teils holen sie Wasser aus großer Tiefe oder aus anderen Orten außerhalb des belasteten Gebietes. Das gilt aber als Übergangslösung.

PFOA war bei Firmen im Chemiepark Gendorf in Burgkirchen an der Alz legal im Einsatz gewesen. Der Stoff ist laut einem Gutachten in einem Gebiet von 190 Quadratkilometern im Boden enthalten und gerät weiter ins Grundwasser. «Es wird noch viele Jahre dauern, bis sich der Stoff abgebaut hat», sagte ein Sprecher des Landratsamtes.

Untersuchungen hatten ergeben, dass Muttermilch von Frauen aus der Gegend stärker belastet war als die von Frauen aus München. In den meisten der 965 freiwillig abgegebenen Blutproben von Anwohnern waren die Werte höher als im bayerischen Durchschnitt.

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