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Elternverband erhebt Forderungen an Kultusministerium

19.01.2021 - Als Konsequenz auf die unterschiedlichen Voraussetzungen im Unterricht während der Corona-Pandemie hat der bayerische Elternverband (BEV) fünf grundlegende Forderungen an das Kultusministerium gestellt. Darunter: Ein «Freischuss» für alle Abschlussprüfungen und eine gemeinsame Entscheidung von Lehrern und Eltern statt Noten als Kriterium fürs Vorrücken und den Übertritt.

  • Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unter den aktuellen Bedingungen hätten nicht alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Bildungschancen, betonte der BEV am Dienstag in München mit Blick auf technische Ausstattung, familiäre Unterstützung, Quarantänen und die unterschiedliche Dauer des Distanzunterrichts. «Unter solchen Unterschieden erhobene Leistungsnachweise und Noten sind in keiner Weise vergleichbar.»

Die erreichten Noten sollten deshalb nicht mehr als Kriterien für Versetzungen und den Übertritt herangezogen werden. Stattdessen solle die grundsätzliche Eignung des Schülers von Lehrern und Eltern gemeinsam beurteilt werden. Außerdem solle bei den Abschlussprüfungen ein Fehlversuch möglich sein, fordert der BEV. Muss wegen Corona ein Schuljahr wiederholt werden, dürfe dies nicht auf die Höchstdauer der Schulzeit oder die Gesamtdauer der Ausbildung angerechnet werden.

Dies kann sich auch die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, vorstellen, um wieder Ruhe ins System zu bringen. «Wir geben einfach allen Kindern ein Jahr», schlug sie in «17:30 SAT.1 Bayern» vor. «Und diejenigen, die schon weitergehen können jetzt, die können weitergehen, derjenige, der sagt, ich brauche das Jahr, dem schenken wir dieses Jahr.»

Der BEV schlug zudem vor, frühestens nach zwei Wochen Präsenzunterricht wieder Proben zu schreiben - und dann höchstens zwei pro Woche. Die vorgeschriebene Anzahl von schriftlichen Leistungsnachweisen soll nach den Vorstellungen des Elternverbands zudem zum Richtwert herabgestuft werden.

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