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Etwa 440 Anträge auf Zuschuss zur Versicherung gegen Fröste

01.03.2021 - Das vergangene Jahr war für viele Winzer in Franken bitter: Die kleinste Ernte seit 35 Jahren musste verkraftet werden, auch bedingt durch massive Spätfröste im Frühjahr. Gegen zukünftigen Ertragsausfall wollen sich nun viele absichern.

  • Eine durch den Frost beschädigte Knospe ist an einem Rebstock zu sehen. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine durch den Frost beschädigte Knospe ist an einem Rebstock zu sehen. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Winzer und Obstbauern haben bisher etwa 440 Anträge auf einen Zuschuss für eine Versicherung gegen immensen Frost, Sturm oder Starkregen gestellt. «In Summe entsprechen die Anträge 24 Prozent der förderfähigen gesamten bayerischen Anbaufläche», teilte das zuständige Landwirtschaftsministerium am Montag in München mit.

In dem Pilotprojekt können die Unternehmen bis zu 50 Prozent der Prämie auf Versicherungen gegen Ernteausfall erhalten. Jährlich sollen 1,5 Millionen Euro fließen, damit Betroffene die teils kostenintensiven Versicherungen abschließen können.

Frost und Trockenheit hatten den Winzern in Franken im vergangenen Jahr die kleinste Ernte seit 35 Jahren beschert. Nach Worten von Weinbaupräsident Artur Steinmann können Spätfröste gerade den frisch ausgetriebenen Reben im Frühjahr derart zusetzen, dass der Ertrag für einen Winzer in den nächsten drei Jahren erheblich beeinflusst ist. In Franken gibt es etwa 3500 Weinbauern, die auf mehr als 6000 Hektar Wein anbauen.

Baumobst sowie Erdbeeren und Strauchbeeren werden auf etwa 5900 Hektar professionell angepflanzt. Erfasst sind hierbei nur Betriebe, die mehr als einen halben Hektar bewirtschaften. Die Spätfröste im vergangenen Frühjahr hatten auch sie massiv getroffen. Von bis zu 30 Prozent Verlust sprach etwa der Verein Fränkische Obstbauern.

Mit Blick auf die für den Versicherungszuschuss beantragten Flächen hat der Weinbau mit 65 Prozent den größten Anteil. Das entspricht laut Ministerium 32 Prozent der gesamten bayerischen Weinanbaufläche. Zudem seien Anträge für 31 Prozent der Erdbeeranbaufläche und für 10,4 Prozent der restlichen, förderfähigen Obstanbaufläche eingegangen.

Möglich ist es nach Ministeriumsangaben, Versicherungen gegen einzelne Risiken oder auch eine Kombination mehrerer Risiken abzuschließen. Gefördert werde allerdings nur ab einer Anbaufläche von mindestens 0,3 Hektar je Kulturgruppe wie Kern- und Steinobst oder Weintrauben. Die Förderanträge für dieses Jahr konnten bis zum 1. März eingereicht werden.

Aufzeichnungen der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau seit 1968 bestätigten ein immer früheres Austreiben der Reben. Spätfröste setzen den dann schon gut entwickelten Pflanzen zu - bis hin zum Totalausfall.

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