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Europawahl: CSU schafft wohl Ergebnis von 2014

26.05.2019 - Nach Pleiten bei den vergangenen Wahlen zum Bundestag und zum Landtag fühlt sich die CSU nach der Europawahl auf dem richtigen Kurs. So richtig jubeln dürfen im Freistaat aber einmal mehr andere.

  • Manfred Weber (r., CSU) wirft seinen Stimmzettel für die Europawahl in eine Wahlurne. Foto: Sven Hoppe © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Manfred Weber (r., CSU) wirft seinen Stimmzettel für die Europawahl in eine Wahlurne. Foto: Sven Hoppe © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

München/Brüssel (dpa/lby) - Die CSU ist bei der Europawahl nach der neusten Hochrechnung mit 40,5 Prozent exakt bei ihrem Ergebnis von 2014 gelandet. Eine erste Prognose des Bayerischen Rundfunks hatte die CSU noch schwächer eingeschätzt als bei ihrem bislang schlechtesten Ergebnis von vor fünf Jahren. Verglichen mit der historischen Pleite bei der Landtagswahl 2018 konnte die Partei von Ministerpräsident Markus Söder nun wieder deutlich bei den Stimmenanteilen zulegen. Sie ist weiterhin mit großem Abstand stärkste Kraft im Freistaat. Bei der Landtagswahl hatte die CSU - mit Söder als Spitzenkandidat - nur 37,2 Prozent der Stimmen erlangt.

Die Grünen kamen den neusten Zahlen des Bayerischen Rundfunks zufolge mit 19,8 Prozent erneut zu einem Rekordergebnis - wie bei der Landtagswahl sind sie zweitstärkste Partei. Dahinter liegen mit weitem Abstand SPD (9,1) und AfD (8,2). Die in Bayern mit der CSU regierenden Freien Wähler landeten bei 5,6 Prozent.

«Der Trend geht nach oben. Wir sind auf einem guten Weg. Das ist ein stabiles Ergebnis in unsicheren Zeiten», sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur in München. Spitzenkandidat Manfred Weber habe einen tollen Wahlkampf gemacht. «Unser Team stimmt und steht», sagte Söder und fügte hinzu: «Und mich freut: Wir haben die AfD klar gedrückt.»

Die Fraktionschefin der Grünen im bayerischen Landtag, Katharina Schulze, bezeichnete das Abschneiden ihrer Partei als «Hammerergebnis». «Die Wahl zeigt deutlich, dass die Menschen konsequenten Klimaschutz wollen und ein #Europa das zusammenhält und sich nicht spalten lässt!», twitterte sie.

Auch Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger sieht seine Partei auf Erfolgskurs: «Ein super Ergebnis, ich bin sehr zufrieden», sagte er im Bayerischen Fernsehen. Der bayerische AfD-Landeschef Martin gab sich zunächst zurückhaltend.

SPD-Landeschefin Natascha Kohnen sprach von einem «echt harten Ergebnis» für die SPD - sowohl in Bayern als auch in Deutschland. «Wir kennen dieses Ergebnis bereits vom Herbst und wir wissen, dass es wirklich Zeit braucht, sich daraus wieder aufzubauen. Und ich finde, es ist klar, dass es uns nicht gelungen ist, uns in der großen Koalition tatsächlich deutlich zu profilieren», sagte sie in München der Deutschen Presse-Agentur. Die SPD müsse nun «klar und deutlich machen, wo sie steht».

«Wir Freien Demokraten haben eine glühende Europaliebe in uns, haben aber auch gemerkt, dass wir das nicht so transportieren konnten, wie wir uns das vorgestellt haben», sagte der FDP-Landeschef Daniel Föst im Bayerischen Fernsehen. Nach Fösts Einschätzung gingen erhoffte FDP-Stimmen an die Freien Wähler und die CSU.

Die Europawahl war in einigen Ländern am Donnerstag gestartet. In anderen Ländern sollten die Wahllokale aber erst am späten Sonntagabend schließen. Das vorläufige Endergebnis für Bayern wurde frühestens gegen 23.00 Uhr erwartet.

Mit rund 10,2 Millionen Wahlberechtigten zählte der Freistaat nach Nordrhein-Westfalen (13,8 Millionen) die meisten potenziellen Wähler in Deutschland. Anders als in den vergangenen Jahren hat die Wahl für Bayern dieses Mal einen besonderen Reiz: Mit CSU-Stellvertreter Weber kann sich erstmals seit Jahrzehnten ein Deutscher berechtigte Hoffnungen auf den Posten des Kommissionspräsidenten machen. Der 46-Jährige ist Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP).

2014 hatte die Wahlbeteiligung in Bayern bei 40,9 Prozent gelegen. Nach Angaben der örtlichen Wahlämter zeichnete sich aber im Tagesverlauf in mehreren bayerischen Großstädten eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als vor fünf Jahren. In München, Regensburg, Augsburg, Würzburg und Nürnberg gingen bis zum Sonntagnachmittag mehr Menschen in die Wahllokale als 2014.

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