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Nahverkehr: Rechnungshof und Verkehrsverbünde fordern Ausbau

25.06.2019 - Wie geht es mit dem Nahverkehr in Bayern weiter? Mehr Bahnen aus den Städten ins Umland, schlagen Experten vor. Zur Finanzierung der Projekte sehen sie Autofahrer in der Pflicht.

  • Eine Haltestelle der Regionalverkehr Oberbayern GmbH steht an einer Landstraße im Regen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Haltestelle der Regionalverkehr Oberbayern GmbH steht an einer Landstraße im Regen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

München (dpa/lby) - In völlig überfüllte S- und U-Bahnen müssen sich Pendler jeden Morgen in München quetschen - dazu kommen immer wieder Störungen und Ausfälle. Die Verkehrsverbünde von München (MVV) und Nürnberg (VGN) sowie der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) fordern deswegen einen schnellen und effizienten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in ganz Bayern. Nicht nur in den Ballungsräumen sehen die Experten Handlungsbedarf, sondern auch im ländlichen Raum. Sie werden am Dienstag (13.00) vor dem Ausschuss für Wohnen, Bau und Verkehr des bayerischen Landtags in München ihre Einschätzung vorstellen.

In ihren Statements, die der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlagen, sprachen sich die Fachleute für die Erweiterung des städtischen Angebots auf das Umland aus. Der ORH erklärte, Stadt-Umland- Bahnen, «also eine Ausdehnung der innerstädtischen Straßenbahnnetze auf die umgebenden Regionen», sollten angestrebt werden. Auch die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) schrieb in ihrem Statement: «Im unmittelbaren Stadt-Umland-Bereich der Landeshauptstadt München empfehlen wir, den Bau grenzüberschreitender Tram- und U-Bahnen zu untersuchen.»

Die Anbindung von Orten mit nahe gelegenen S-Bahn-Haltestellen durch Busse oder den Bau eigener S-Bahngleise koste aber viel Geld, so der Tenor. Dafür könnten die Großstädte eine City-Maut für Autofahrer erheben, erklärten die Fachleute der Verkehrsverbünde und der Rechnungshof.

In ihren Stellungnahmen kritisierten MVV und VGN die Dauer der Genehmigungs- und Planungsverfahren als großen «Hemmschuh». Der MVG zufolge vergehen von der ersten Idee einer neuen Straßenbahnstrecke bis zur Inbetriebnahme rund zehn Jahre.

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