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Fliegerbombe in Nürnberg entschärft: 2500 Menschen betroffen

29.07.2019 - Er schlummerte jahrzehntelang im Schlamm des Wöhrder Sees - erst bei Baggerarbeiten stießen Bauarbeiter am Montag auf die Reste eines Bombenblindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg. Von den Sperrungen waren zwei Pflegeeinrichtungen und der Flugverkehr betroffen.

  • Feuerwehr-Sperrzone. Foto: Daniel Bockwoldt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Feuerwehr-Sperrzone. Foto: Daniel Bockwoldt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nürnberg (dpa/lby) - Reste einer Fliegerbombe haben am Montag Nürnberg in Atem gehalten. Der Bombentorso aus britischer Produktion war am Vormittag bei Aushubarbeiten im Wöhrder See im Osten der Stadt entdeckt worden. Für die kurz vor 19 Uhr geglückte Entschärfung war eine Zone im Umkreis von 500 Metern um die Fundstelle evakuiert worden, wie Feuerwehrsprecher Thomas Schertel sagte.

Rund 2500 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, darunter knapp 200 Bewohner zweier Pflegeeinrichtungen. Auch der Nürnberger Businesstower, ein großes Bürogebäude, musste geräumt werden. Für die in Sicherheit gebrachten Menschen waren in zwei Schulen Betreuungsstellen eingerichtet worden. 360 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei und Rettungsdiensten waren im Einsatz.

Während der Entschärfung war auch der Luftraum über der Fundstelle gesperrt worden, was zu Flugausfällen am Nürnberger Airport führte. Der Flughafen teilte auf Twitter mit, dass drei ankommende Flüge aus Krakau, Zürich und Frankfurt am Main betroffen waren. Die Abflüge seien auch während der Entschärfung möglich gewesen, weil diese Maschinen in Richtung Westen flogen.

Auch mehrere Straßenbahn- und Buslinien sowie die Bahnstrecke in Richtung Lauf rechts der Pegnitz sowie eine Güterstrecke waren zeitweise blockiert.

Zur Entschärfung war das Bombenfragment auf eine schwimmende Arbeitsplattform gehievt worden. Laut Sprengmeister Michael Weiß war es Teil einer ursprünglich 500 Kilogramm schweren britischen Fliegerbombe mit Aufschlagzünder. Der gefundene Teil enthielt noch etwa 150 Kilogramm Sprengstoff.

Arbeiter waren in dem Bereich mit dem Ausbaggern von Schlamm beschäftigt, berichtete die Stadt. Der Wöhrder See östlich der Innenstadt ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Erholungssuchende.

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