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Führungswechsel bei BMW

16.08.2019 - München (dpa/lby) - Der neue BMW-Chef Oliver Zipse tritt heute sein Amt im Münchner Vierzylinder-Hochhaus an. Der 55-jährige Ingenieur war bisher als Produktionschef für die weltweit 31 BMW-Werke verantwortlich. Der Aufsichtsrat des Autobauers hatte Zipse im Juli zum Nachfolger von Harald Krüger berufen, der nach vier Jahren an der Spitze seinen Vertrag nicht mehr verlängern wollte.

  • Oliver Zipse, damaliger Produktionsvorstand der BMW AG, bei der Bilanz-Pressekonferenz. Foto: Tobias Hase/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Oliver Zipse, damaliger Produktionsvorstand der BMW AG, bei der Bilanz-Pressekonferenz. Foto: Tobias Hase/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aufsichtsratschef Norbert Reithofer hatte erklärt: «Mit Oliver Zipse übernimmt ein führungsstarker Stratege und Analytiker den Vorstandsvorsitz». Er werde für «zusätzliche Impulse bei der Gestaltung der Mobilität der Zukunft» sorgen.

Zipse werde nicht von heute auf morgen alles über den Haufen werfen, hieß es aus dem Unternehmen. Aber er dürfte nach innen und außen deutlicher machen, dass BMW die richtige Strategie habe. Der Konzern setzt stark auf Kooperationen und auf einen Mix von Verbrenner-, Hybrid- und Elektroautos.

Betriebsratschef Manfred Schoch erwartet von Zipse, dass er «die gute Partnerschaft zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung» fortsetzt. Der Autobauer beschäftigt rund 130 000 Mitarbeiter.

Die erste große Herausforderung für Zipse dürfte im Oktober der Brexit werden. Großbritannien ist für BMW der viertgrößte Markt, zudem baut der Konzern dort den Mini und den Rolls-Royce. Weil BMW Milliarden in E-Mobilität, Mobilitätsdienste und selbstfahrende Autos investiert, rechnet das Unternehmen heuer mit einem Gewinneinbruch.

Wer Zipses Nachfolger als Produktionsvorstand wird, dürfte der BMW-Aufsichtsrat erst im Herbst entscheiden.

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