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Gericht lässt Täter nach Geiselnahme in Klinik frei

16.07.2019 - Deggendorf (dpa/lby) - Nach einer Geiselnahme im niederbayerischen Bezirksklinikum Mainkofen muss der Täter nicht dauerhaft in ein psychiatrisches Krankenhaus. Wie die Sprecherin des Landgerichts Deggendorf am Dienstag erläuterte, hat das Gericht den 31-Jährigen am Montagabend freigelassen. Der Mann hatte im Januar in dem Krankenhaus eine Mitpatientin drei Stunden lang gefangen gehalten.

  • Der Angeklagte (l) sitzt im Verhandlungssaal des Landgerichts neben seinem Verteidiger Ronny Raith. Foto: Armin Weigel © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Angeklagte (l) sitzt im Verhandlungssaal des Landgerichts neben seinem Verteidiger Ronny Raith. Foto: Armin Weigel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach den Ermittlungen war der Mann aufgrund der psychischen Erkrankung damals schuldunfähig. Die Staatsanwaltschaft ging ursprünglich davon aus, dass der 31-Jährige weiterhin ein Risiko für die Allgemeinheit darstelle und deswegen in ein Fachkrankenhaus eingewiesen werden müsse.

Nach Angaben der Justizsprecherin hat sich dies in dem Verfahren jedoch nicht bestätigt. Ein Gutachter habe ausgesagt, dass der Beschuldigte zur Tatzeit eine akute Psychose gehabt habe und nun keine Gefahr mehr bestünde. Daraufhin ließ die Kammer den Beschuldigten frei.

Er hatte sich im Januar mit Messern bewaffnet, um seine Freilassung aus dem Bezirkskrankenhaus zu erpressen. Spezialkräfte der Polizei beendeten schließlich die Geiselnahme und überwältigten den Täter.

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