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Giffey in «Little Berlin»

22.08.2019 - Mödlareuth (dpa) - Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat bei ihrer Sommerreise am Donnerstag den ehemaligen deutsch-deutschen Grenzort Mödlareuth besucht. Das früher geteilte Dorf liegt zur einen Hälfte in Bayern und zur anderen in Thüringen. Über Jahrzehnte trennte die innerdeutsche Grenze die Bewohner. Giffey diskutierte mit Bürgern aus der Region über deren Erfahrungen zur Zeit des Mauerfalls und den Zustand der Demokratie im vereinigten Deutschland knapp 30 Jahre später.

  • Franziska Giffey. Foto: Bodo Schackow/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Franziska Giffey. Foto: Bodo Schackow/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Familienministerin verwies darauf, dass bei allen Problemen und bei aller Unzufriedenheit deutlich gemacht werden müsse, wie gut Deutschland eigentlich dastehe, zum Beispiel in puncto Wohlstand. «Wir sind schon auf einem hohen Level», sagte Giffey. Und geboren zu sein in einem freien Land, das sei auch keine Selbstverständlichkeit.

In Mödlareuth hatten sich die Einwohner nach dem Mauerfall 1989 bewusst dafür entschieden, die Spuren der innerdeutschen Grenze nicht vollständig zu entfernen. Heute gibt es dort ein großes und einzigartiges Freilichtmuseum. Schon im 19. Jahrhundert verlief durch den Ort die Trennlinie zwischen dem Königreich Bayern und dem Fürstentum Reuß entlang des quer durch das Dorf verlaufenden Tannbachs.

Problematisch wurde das erst nach dem Zweiten Weltkrieg: Plötzlich trennte der Eiserne Vorhang das kleine Dorf. Erst ließ die DDR einen Bretterzaun errichten, dann einen aus Stacheldraht. Schließlich folgte der Bau einer Mauer - ganz so wie in Berlin. Wegen des meterhohen Betonwalls nannten die Amerikaner das kleine Dorf nördlich von Hof bald «Little Berlin». Als Gastgeschenk hatte die Ministerin am Donnerstag eine kleine Plastik in Form eines Berliner Bären dabei. «Ein Gruß aus Berlin, an das kleine Berlin», sagte sie.

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