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Grippesaison beginnt: Reicht der Impfstoff diesmal?

15.10.2019 - Erkrankte klagen meist über Fieber, Husten sowie Glieder- und Kopfschmerzen - mit dem Herbst beginnt auch die Grippesaison. Schutz bietet die Impfung beim Hausarzt. Wenn es nicht wieder Engpässe wie in der vergangenen Saison gibt.

  • Impfung gegen Grippe. Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Impfung gegen Grippe. Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erlangen/München (dpa/lby)- Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen: Eine richtige Grippe ist nicht zu unterschätzen. Bayerns Gesundheitsministerin, Melanie Huml (CSU), ruft deshalb dazu auf, sich impfen zu lassen. In der abgelaufenen Grippe-Periode hatte es in Bayern Engpässe bei der Versorgung mit Impfstoff gegeben. Die Behörden haben daraus angeblich gelernt - aber ob für diese Saison genug Impfstoff bestellt wurde, können sie noch nicht sagen.

Die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) hat im Auftrag von Huml bereits im Februar Maßnahmen beschlossen, um Engpässe zu vermeiden. Ärzte können seitdem ihren gesamten prognostizierten Bedarf an Impfstoff vorbestellen, in der Vergangenheit waren es laut Landesamt für Gesundheit (LGL) nur zwei Drittel.

Die Hersteller wurden außerdem dazu aufgefordert, genügend Reserven über die Vorbestellungen hinaus bereitzuhalten. Der Bedarf soll sich an «der tatsächlich erbrachten Impfleistung der vergangenen Grippesaison des jeweiligen Arztes orientieren». In der Saison 2018/19 seien etwa 1,54 Millionen Dosen zum Einsatz gekommen. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Insofern sehen wir Bayern für die anstehende Grippesaison grundsätzlich gut gerüstet.» Allerdings sei eine genaue Prognose zur künftigen Impfstoff-Nachfrage nicht möglich.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, hat deutschlandweit bereits 17 Millionen Dosen freigegeben. Das sind schon jetzt 1,3 Millionen mehr als in der gesamten Grippesaison des Vorjahres. Wie viele Impfdosen davon für Ärzte aus Bayern bestimmt sind, konnte das Institut nicht sagen.

Als idealer Zeitpunkt für die Grippe-Impfung gelten Oktober und November, damit sich der Schutz aufbauen kann, bevor die Grippewelle beginnt. Lothar Wielder, Präsident des Robert-Koch-Instituts, sagt: «Es gibt keine andere Impfung in Deutschland, mit der sich mehr Leben retten lässt.» Seit der Saison 2018/2019 erfolgt die Impfung mit einem Vierfachimpfstoff. Dieser gilt als wirksamer als der bis dahin verwendete Dreifachimpfstoff.

Gesundheitsministerin Huml ruft insbesondere ältere Menschen dazu auf, sich rechtzeitig gegen Grippe impfen zu lassen: «Ein Impfschutz ist ab einem Alter von 60 Jahren sehr wichtig. Das gilt auch für chronisch kranke Menschen und Schwangere. Unverzichtbar ist diese Impfung zudem für das Personal in Krankenhäusern, Schulen und Pflegeeinrichtungen», betonte die approbierte Ärztin.

Typisch für die Influenza ist ein abrupter Beginn, während sich eine Erkältung in der Regel langsam entwickle. In akuten Fällen oder bei Vorerkrankungen kann eine Grippe bis zum Tod führen. Rund 45 800 registrierte Influenza-Fälle gab es laut Robert Koch Institut (RKI) vergangenen Saison in Bayern, darunter 111 Tote. Wie stark eine Grippewelle ausfällt, hängt laut Landesamt für Gesundheit unter anderem von den aktuell vorkommenden Virustypen, von der Immunität in der Bevölkerung sowie vom Wetter ab.

Am häufigsten tritt das Influenza-Virus zwischen Januar und März auf. Selbst in unkomplizierten Fällen dauert die Erkrankung fünf bis sieben Tage. Ein Drittel erkrankt zwar nicht, kann aber andere mit Grippe anstecken. Das Influenza-Virus kann durch winzige Tröpfchen übertragen werden, etwa beim Husten oder Niesen. Es gibt zudem Hinweise auf eine Übertragung auf dem Luftweg durch Tröpfchenkerne, die noch kleiner sind.

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