Hohe Nachfrage nach FFP2-Masken: Lagerbestände gut

13.01.2021 Nach der Bekanntgabe der FFP2-Maskenpflicht ist die Nachfrage in Bayern gestiegen. In manchen Geschäften waren die Masken am Mittwoch ausverkauft, ein grundsätzlicher Engpass zeichnete sich aber nicht ab. «Die Lagerbestände an FFP2-Masken sind gut», sagte ein Sprecher des Bayerischen Apothekerverbands. «Großhandlungen und Zulieferer haben den Apotheken bestätigt, dass Nachbestellungen in allen Größenordnungen zügig getätigt werden können.»

Ein Schild mit der Aufschrift „Maskenausgabe“ steht im Eingang einer Apotheke. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch der Handelsverband Bayern berichtete am Mittwoch zwar von einer gestiegenen Nachfrage. Einen Ansturm gebe es aber nicht, sagte Geschäftsführer Bernd Ohlmann.
«Von Hamsterkäufen oder dem Kampf um die letzte FFP2-Maske kann keine Rede sein.»

In den Onlineshops großer Drogerie-Ketten waren am Mittwoch allerdings viele Angebote für FFP2-Masken nicht lieferbar. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Drogeriemarkt-Kette dm, Christoph Werner, sagte, es sei aufgrund der «abrupt gestiegenen Nachfrage» in Bayern möglich, «dass an vielen Standorten und auch im Onlineshop dm.de FFP2 Masken temporär ausverkauft sind». Man habe aber «sofort reagiert, unsere Beschaffung an FFP2-Masken ausgeweitet und die logistischen Prozesse entsprechend angepasst». Auch deutschlandweit bereite man sich auf eine erhöhte Nachfrage vor.

Beim Bundesverband Medizintechnologie hieß es, die Unternehmen könnten die «Versorgung ihrer Kunden aktuell sicherstellen, teilweise sogar mit höheren Mengen als bisher». Allerdings gehe es dabei in erster Linie um Kliniken und Praxen und nicht Verbraucher. Generell habe sich die Lieferfähigkeit von medizinischer Schutzausrüstung gegenüber der ersten Welle «deutlich verbessert».

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