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Huml warnt vor Reisen in Zika-Risikogebiete

10.12.2018 - Vor rund 70 Jahren entdeckt war das Zikavirus vor allem 2016 großes Thema - als die Olympischen Sommerspiele in Brasilien ausgetragen wurden. Auch wenn es sich gerade in tropischen und subtropischen Ländern ausgebreitet, ist es auch in Bayern immer noch Thema.

  • Gelbfiebermücken (Aedes aegypti) liegen in einer Petrischale. Die Mücken können den Zika-Virus übertragen. Foto: Felipe Dana/AP/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Gelbfiebermücken (Aedes aegypti) liegen in einer Petrischale. Die Mücken können den Zika-Virus übertragen. Foto: Felipe Dana/AP/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

München (dpa/lby) - Trotz sinkender Zahlen von Zikavirus-Infektionen warnt Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) davor, die Gefahr zu unterschätzen. «Gerade Schwangere und Frauen, die schwanger werden wollen, sollten deshalb auf Empfehlung des Auswärtigen Amtes keine Reisen in Zikavirus-Ausbruchsgebiete unternehmen», sagte sie mit Blick auf die Weihnachtsferien. «Bei Schwangeren ist eine Infektion besonders gefährlich, weil sich das Virus auf das ungeborene Kind übertragen kann.» Eine Infektion mit dem Virus in der Schwangerschaft könnte beim Fötus unter anderem zu Fehlbildungen des Gehirns führen. Dem Landesamt für Gesundheit wurden in diesem Jahr den Angaben nach bis zum 3. Dezember zwei Infektionen mit dem Zikavirus gemeldet. Beide Patienten waren in einem Risikogebiet, auf den Philippinen und Kuba, gewesen. Im Vergleichszeitraum 2017 gab es 15 Fälle. Weltweit kommen Zikavirus-Infektionen den Angaben nach in mehr als 80 Ländern vor - insbesondere in den Tropen und Subtropen.

Da ein Großteil der Infektionen symptomlos oder nur mit milden Symptomen verläuft, ist die Dunkelziffer nicht gemeldeter Zika-Infektionen nach Einschätzung Humls aber wohl hoch. Zu den Symptomen zählen Ausschlag sowie Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen. «Wer diese Symptome an sich bemerkt, sollte zum Arzt gehen», betonte die Gesundheitsministerin, die selbst Medizinerin ist.

Zikaviren werden vor allem durch den Stich infizierter Mücken wie der Gelbfiebermücke in den Tropen übertragen. Aber auch eine sexuelle Übertragung ist möglich. Bisher ist keine Übertragung innerhalb Bayerns bekannt. Huml rät: «Reisende in tropische Länder sollten sich über den aktuellen Stand der Zikavirus-Infektionen in der jeweiligen Region informieren und von einem Tropen- oder Reisemediziner beraten lassen. Bei unvermeidbaren Reisen in Risikoländer sollten konsequent Schutzmaßnamen zur Vermeidung von Mückenstichen getroffen werden.»

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