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IG Metall protestiert gegen drohenden Stellenabbau

07.06.2019 - Herzogenaurach (dpa/lby) - Mit einem Aktionstag an 26 Standorten des Auto- und Industriezulieferers Schaeffler hat die IG Metall am Freitag gegen den drohenden Jobabbau protestiert. Zumeist hätten die Betriebsräte zur Teilnahme an außerordentlichen Betriebsversammlungen aufgerufen. Teils seien Beschäftigte auch vor die Werkstore gezogen, um gegen Abbaupläne zu demonstrieren, sagte ein Gewerkschaftssprecher. In Bayern fanden nach IG Metall-Angaben an sieben Schaeffler-Standorten Proteste statt, unter anderem in Herzogenaurach, Schweinfurt und Eltmann.

  • Eine Fahne mit dem Logo der IG-Metall. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Fahne mit dem Logo der IG-Metall. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Wir fordern das Unternehmen auf, die Verunsicherung der Beschäftigten zu beenden und allen eine klare Perspektive zu bieten», sagte der Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Johann Horn, einer Mitteilung zufolge. «Es ist richtig, dass Schaeffler den Wandel in Richtung Elektrifizierung mit neuen Produkten aktiv gestalten will. Dabei ist das Unternehmen aber in der Pflicht, den Beschäftigten Sicherheit zu geben», sagte Horn.

Nach Erkenntnissen der IG Metall sind von dem geplanten Stellenabbau europaweit 3500 Arbeitsplätze betroffen, «vor allem in Deutschland». Ein Schaeffler-Sprecher reagierte überrascht auf die Zahl. «Diese Zahl ist uns nicht bekannt», sagt er am Freitag. Schaeffler selbst hatte bisher von 700 abzubauenden Arbeitsplätzen in Deutschland gesprochen - und zwar in Kaltennordheim (Thüringen), Hamm (Rheinland-Pfalz), Unna und Steinhagen (Nordrhein-Westfalen). Weitere 200 Jobs würden im europäischen Ausland verloren gehen. Schaeffler reagiert damit unter anderem auf die Branchenflaute und den Trend zum Elektroauto.

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