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Klinsmann: Lizenz-Debatte «stört in keinster Weise»

17.01.2020 - Ein ungültiger Trainerschein, ein Duell gegen seinen Ex-Club, von dem er nicht gerade im Frieden geschieden ist. Alles fokussiert sich in der Hauptstadt auf Jürgen Klinsmann. Der Visionär hat aber ein Hauptproblem: Erst einmal muss Hertha im Abstiegskampf bestehen.

  • Herthas Trainer Jürgen Klinsmann läuft lächelnd über den Platz. Foto: Andreas Gora/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Herthas Trainer Jürgen Klinsmann läuft lächelnd über den Platz. Foto: Andreas Gora/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa) - Lizenz-Debatten hin und her - die neue Hertha-«Lokomotive» Jürgen Klinsmann steht vor dem Start in die Bundesliga-Rückrunde unter Volldampf. «Gestört hat es in keinster Weise», sagte der Cheftrainer des plötzlich von ganz Fußball-Deutschland beäugten Berliner Erstligisten zu den anhaltenden Diskussionen, ob er trotz einer verpassten Verlängerung seines Trainerscheins im «Mega-Spiel» (Klinsmann) gegen den FC Bayern als Chefcoach agieren darf.

«Ich habe ihnen viele Sachen zugeschickt, die ich zumindest in meinem Laptop drin habe, das müsste eigentlich schon ausreichen», sagte der 55-Jährige vor der besonderen Partie am Sonntag (15.30 Uhr) gegen seinen Ex-Club und fügte zur Kommunikation mit den Angestellten des Deutschen Fußball-Bundes hinzu: «Wir sind im Austausch über Telefon und Email.» Klinsmann geht davon aus, «es wird in den nächsten paar Tagen erledigt sein. Wenn es bis übermorgen erledigt ist, schön. Wenn nicht, dann wird es halt nächste Woche erledigt, es ist gar kein Problem.»

Selbst wenn einer seiner Assistenten Alexander Nouri und Markus Feldhoff - beide im Besitz einer gültigen Fußballlehrer-Lizenz - für ein Spiel quasi von der Deutschen Fußball Liga zum ersten Hertha-Trainer befördert würde, sieht sich Klinsmann weiter als Leiter der Berliner Bayern-Mission. «Wir brauchen jeden Punkt, darauf sind wir fokussiert. Wir brennen darauf», betonte der einstige Welt- und Europameister vor dem Wiedersehen mit den Rekordmeister. Zwei Jahre hatte Klinsmann für «das Aushängeschild des deutschen Fußballs» gestürmt, eine knappe Saison war er Bayern-Coach.

Am 8. November des Vorjahres hatte Herthas neuer Investor Lars Windhorst seinen Vertrauten Klinsmann zunächst in den Aufsichtsrat der Profi-Abteilung von Hertha geschickt. 19 Tage später wurde der gebürtige Schwabe zum Cheftrainer berufen und holte in seinen ersten fünf Spielen mit der abstiegsbedrohten Hertha zwei Siege und zwei Remis. Und er entstaubte mit seinem bekannt visionären und teilweise auch gnadenlosen Führungsstil die «Alte Dame» Hertha, wie der Meister von 1930 und 1931 gern genannt wird. Was in der Hauptstadt und darüber hinaus gleichermaßen für Erstaunen, Bewunderung, Erschrecken, Befremdung und auch für Gegenwind sorgt.

«Ich empfinde es überhaupt nicht als Gegenwind. Die Aufmerksamkeit der letzten Wochen tut Hertha BSC einfach gut», entgegnete Manager Preetz. Auch wenn Klinsmann als Antreiber, Windhorst als Geldgeber und die alteingesessenen Herthaner um Preetz unterschiedlich interpretiert würden, eins stehe fest: «Es freut uns, dass es uns gelungen ist, einen Partner an Land zu ziehen, mit den wir andere Möglichkeiten haben. Und einen Jürgen Klinsmann einen Chef, der mit seiner großen Persönlichkeit als Lokomotive die Aufmerksamkeit auf unseren Verein lenkt», unterstrich der Manager.

Auch Bayern-Trainer Hansi Flick sieht Klinsmann als großen Gewinn für die Hertha: «Jürgen ist einer, der auch beim DFB sehr vieles verändert hat. Er hat die Kraft, die Power, die Dinge auch zu verändern, auch den Mut.» Und der Weltmeister-Cotrainer von Joachim Löw fügte hinzu: «Was beim DFB damals passiert ist, war genau der Schritt in die richtige Richtung.»

Allerdings geht es jetzt für Hertha bei allen neu erklärten Ambitionen erstmal um's Eingemachte. Nur vier Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz. «Wir stehen vor eine knackigen Rückrunde. Unser Ziel ist, deutlich besser abzuschneiden als in der Hinrunde. Dann können wir uns gern über Vision unterhalten», sagte Preetz.

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