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Nürnberger Zeitungen «NN» und «NZ» starten Zentralredaktion

23.10.2019 - Nürnberg (dpa) - Die fränkischen Regionalzeitungen «Nürnberger Nachrichten» (NN) und «Nürnberger Zeitung» (NZ) gründen eine gemeinsame Zentralredaktion. Die beiden Blätter aus dem Verlag Nürnberger Presse reagieren damit auch auf die angespannte Lage im Printmarkt und bauen 28 Stellen ab.

  • Außenansicht der Zentrale vom Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co. KG. Foto: Daniel Karmann/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Außenansicht der Zentrale vom Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co. KG. Foto: Daniel Karmann/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die neue Gemeinschaftsredaktion soll inklusive Außenredaktionen insgesamt rund 220 Stellen haben und zum 1. Oktober nächsten Jahres starten. Der Arbeitsplatzabbau soll über ein Abfindungsprogramm sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, wie es in einer Mitteilung des Verlages vom Mittwoch heißt.

«Wir stärken unsere Stellung als das Medienhaus im Großraum Nürnberg, indem wir unsere beiden Marken NN und NZ zukunftssicher aufstellen», sagten die Verlegerinnen Bärbel Schnell und Sabine Schnell-Pleyer. Teil der neuen Zentraleinheit ist auch der Online-Auftritt nordbayern.de, der aus einer heute eigenständigen Gesellschaft wieder in den Verlag integriert wird.

Eine ganze Reihe von Zeitungshäusern in Deutschland reagierte bereits mit ähnlichen Schritten auf sinkende Auflagen und Werbeeinnahmen. Wie in vielen anderen Redaktionen kommen die Inhalte auch in Nürnberg künftig für alle Kanäle aus einer Zentrale: Themen werden zunächst für die verschiedenen Online-Varianten aufbereitet, dann für Print.

Das jeweilige publizistische Profil der beiden Zeitungen solle bestehen bleiben. Die Titel erhielten je zehn profilbildende Autoren, eigene Blattmacher und auch die Chefredaktionen bleiben getrennt. Die «NN» wird wie bisher im Doppel von Michael Husarek und Alexander Jungkunz verantwortet, die «NZ» leiten weiterhin Stephan Sohr und André Fischer. Die Zentralredaktion wird von Husarek und Sohr geführt.

Die Gewerkschaft Verdi teilte mit, der Verlag habe eine verbindliche Zusage zum Erhalt der Tarifbindung nur für den Moment gegeben. Es sei verwunderlich, dass «dieses traditionell soziale Haus die Tarifbindung nicht definitiv zusichert».

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