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Osram-Aktie stürzt nach Nein zu US-Übernahmeangebot ab

08.08.2019 - München (dpa) - Bei der geplanten Übernahme des Beleuchtungsherstellers Osram gibt es neue Turbulenzen: Die Osram-Aktie rutschte am Donnerstag an der Frankfurter Börse ab und verlor am Vormittag über sieben Prozent ihres Werts, am Vormittag notierte das Papier nur noch bei etwas über 31 Euro. Am Vorabend hatte der größte Osram-Aktionär AGI - das ist die Kapitalanlagegesellschaft der Allianz - das Übernahmeangebot der zwei US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle abgelehnt. Sie wollten sich zur AGI-Absage nicht äußern.

  • Das Osram-Logo ist an der Zentrale der Firma Osram zu sehen. Foto: Matthias Balk/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Osram-Logo ist an der Zentrale der Firma Osram zu sehen. Foto: Matthias Balk/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die US-Unternehmen bieten 35 Euro je Aktie, AGI ist das zu wenig. Außerdem hatte die Allianz-Tochter dem Osram-Management zu wenig Vertrauen ins eigene Unternehmen vorgeworfen.

Schon zuvor war die Reaktion der Osram-Aktionäre auf das öffentliche Übernahmeangebot von Bain Capital und Carlyle verhalten. Die Annahmefrist läuft noch bis zum 5. September. Bis Anfang dieser Woche hatten lediglich 0,9 Prozent der Aktionäre zugestimmt, wie aus einer Pflichtmitteilung auf der Webseite der Investoren hervorgeht. In den Vorwochen hatte schon der österreichische Sensorhersteller AMS Aufsehen ausgelöst, der mit einer feindlichen Übernahme liebäugelt.

Wenn nicht mindestens 70 Prozent der Aktionäre zustimmen, wollen die Finanzinvestoren die Übernahme abblasen. Allerdings entscheidet sich bei Übernahmen häufig erst kurz vor Ende der Frist, ob diese gelingen oder scheitern. Osram ist in Schwierigkeiten, weil die Verkaufszahlen der zwei Hauptkundengruppen Autoindustrie und Smartphonehersteller sinken - und damit auch der Bedarf an Auto- und Displaybeleuchtung. Das Münchner Traditionsunternehmen schreibt seit drei Quartalen Verluste.

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