Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

P&R-Milliardenbetrug: Mehrheit stimmt Vergleich zu

25.06.2019 - München (dpa) - Im Milliardenbetrugsskandal bei der insolventen Containerfirma P&R hat die große Mehrheit der 54 000 Gläubiger den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwaltung angenommen. Über 95 Prozent hätten zugestimmt, erklärte die Kanzlei von Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Dienstag. «Es gehen täglich noch unterzeichnete Vergleichsvorschläge ein, so dass die Zustimmungsquote in den nächsten Wochen noch weiter ansteigen wird.»

  • Das Logo der insolventen Containerinvestmentfirma P&R Container Vertriebs und Verwaltungs-GmbH. Foto: Matthias Balk/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der insolventen Containerinvestmentfirma P&R Container Vertriebs und Verwaltungs-GmbH. Foto: Matthias Balk/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Vorschlag soll sicherstellen, dass die Forderungen der Gläubiger nach einem einheitlichen Modell berücksichtigt werden und somit niemand bevor- oder benachteiligt wird. Mit der Zustimmung steigen die Chancen, dass die geprellten Anleger im nächsten Jahr wie geplant eine erste Abschlagszahlung erhalten. Darüber entschieden werden soll im Herbst. Es steht noch nicht fest, wie viel Geld die Anleger wiedersehen werden.

Die P&R-Pleite ist der womöglich größte Betrugsfall der deutschen Nachkriegsgeschichte, Schlüsselfigur ist der in Untersuchungshaft sitzende Unternehmensgründer Heinz Roth. P&R hatte 1,6 Millionen Container an die Kunden verkauft und anschließend in deren Auftrag vermietet. Die Vermietung und der anschließend versprochene Rückkauf der Container durch P&R sollte hohe Renditen bringen. Doch nach derzeitigem Stand handelte es sich zu einem großen Teil um Luftbuchungen: Knapp zwei Drittel der angeblich vermieteten 1,6 Millionen Container existierten gar nicht.

Die 54 000 Anleger hatten zuletzt 3,5 Milliarden Euro investiert, der Schaden könnte zwischen 2,5 und 3 Milliarden Euro liegen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren