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Sommer-Wochenende: Demonstranten, Ausflügler und Gekenterte

05.07.2020 - Es war ein Sommer-Wochenende wie aus dem Bilderbuch: Blauer Himmel, weiße Wolken und viel Sonne. Viele Menschen zog es deshalb ins Freie. Die Schattenseite der schönen Tage: Mehrere Unfälle, vor allem von Radlern und Motorradfahrern.

  • Ausflügler genießen den Sonnenschein am Ufer des Alpsees. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ausflügler genießen den Sonnenschein am Ufer des Alpsees. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Blauer Himmel und Sonne satt - die Menschen in Bayern haben am Wochenende das strahlende Sommerwetter genossen. Bevor es sich am Montag zuziehen soll, zog es viele Ausflügler in die Natur, etwa in die Berge, an Seen oder Flüsse. Auf den Straßen war deshalb einiges los. Neben Parkplatzknappheit an beliebten Zielen und ein paar Staus blieb es aber recht ruhig. Normaler Ausflugsverkehr, hieß es beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten am Sonntag. Trotzdem gab es auch einige Unfälle, bei denen mindestens ein Mensch starb und mehrere Personen verletzt wurden. Für Aufregung sorgten zudem die Insassen mehrerer Schlauchboote, die in der Isar gekentert waren.

Wegen des schönen Wetters waren vor allem Fahrrad- und Motorradfahrer in Unfälle verwickelt. Bei Bad Birnbach (Landkreis Rottal-Inn) starb ein Motorradfahrer, nachdem er von einem Auto überrollt worden war. Der 26-Jährige war in einer Linkskurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Ebenfalls bei einer Kollision mit einem Auto wurden ein 17-jähriger Rollerfahrer und sein 16-jähriger Mitfahrer schwer verletzt. Der 17-Jährige habe auf einer Kreuzung in Marktoberdorf im Ostallgäu ein vorfahrtsberechtigtes Auto übersehen. Die Jugendlichen kamen ins Krankenhaus, ebenso wie ein Rennradfahrer, der in der Nähe von Mistelgau im Landkreis Bayreuth unterwegs war. Der 50-Jährige war auf einem Radweg von einem Traktor erfasst und schwer verletzt worden.

Gleich 11 Verletzte gab es bei zwei Unfällen auf der Autobahn 6 im Landkreis Ansbach Richtung Nürnberg. Nach einem Auffahrunfall am Samstagabend hatte sich ein Stau gebildet. Knapp zwei Stunden später war dann ein anderes Fahrzeug in das Stauende gerauscht.

Nachdem am Wochenende die 30 Grad-Marke im Freistaat geknackt wurde, sinken die Temperaturen am Montag laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auf 18 Grad an der Rhön und 26 Grad am Inn. Dazu wird es regnerisch, an den Alpen erwartet der DWD zum Abend hin auch kräftigeren Regen. An Dienstag bleibe es meist bewölkt, erst am Mittwoch werde es wieder etwas wärmer und zumindest im Süden auch sonniger und trocken.

Eine Bootstour auf der Isar wird aber zumindest in München zwischen Großhesseloher Wehr und Flaucher vorläufig nicht mehr möglich sein. Die Stadt München verbot Bootsfahrten auf dieser Strecke. Der Wasserstand sei erhöht, die Isar führe viel Treibholz und die Strömung sei sehr stark. Zuvor waren am Samstag binnen weniger Stunden 11 Schlauchboote mit 32 Insassen gekentert. Wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) berichtete, schafften es nur die wenigsten aus eigener Kraft ans Ufer. Die meisten mussten gerettet werden. Ein anstrengender Tag für die Einsatzkräfte, so das BRK.

Ein Verkehrschaos in München hatten rund 10 000 Motorradfahrer ausgelöst. Mit einem Korso über den Mittlern Ring protestierten sie am Samstagvormittag gegen mögliche Fahrverbote für Biker. Das Kreisverwaltungsreferat hatte die Veranstaltung eigentlich abgesagt. Die Biker kamen trotzdem - laute Musik und Hupkonzerte inklusive. Allerdings musste die Polizei nach eigenen Angaben nur vereinzelt eingreifen, etwa weil einige die Straße blockierten oder eigenmächtig den Verkehr regeln wollten.

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