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Steigende Holzpreise machen Staatsforsten Hoffnung

28.02.2021 - Die von Preisverfall und Borkenkäfern geplagten Staatsforsten blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Nach den Verlusten des Vorjahres bessert sich nach ihren Angaben die finanzielle Lage etwas. «Der Markt entwickelt sich positiv, die Preise steigen», sagte Vorstandschef Martin Neumeyer am Sonntag.

  • Gefällte Bäume sind im Fichtelgebirge aufeinandergestapelt. Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Gefällte Bäume sind im Fichtelgebirge aufeinandergestapelt. Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Staatsforsten sind mit gut 8000 Quadratkilometer Fläche der größte deutsche Forstbetrieb. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren wie andere deutsche Landesforstbetriebe und private Waldbesitzer unter der doppelten Last von Trockenheit und Borkenkäfern gelitten. Trockenheit begünstigt die explosionsartige Vermehrung der Käfer, die geschwächte Fichten in kurzer Zeit zum Absterben bringen können. Beide Faktoren zusammen hatten zu Rekordmengen an «Schadholz» geführt, was wiederum die Holzpreise europaweit abstürzen ließ.

Zumindest in der Baubranche steigt jedoch die Nachfrage nach Holz, wie Neumeyer berichtete. «Nach dem kräftigen Preisanstieg bei Schnittholz und Holzprodukten im letzten Jahr ziehen jetzt auch die Preise für den Rohstoff, also die Baumabschnitte, an». Neumeyer geht davon aus, dass die neue bayerische Bauordnung - die jetzt größere Holzhäuser erlaubt - und steigendes Umweltbewusstsein der Bürger die Nachfrage nach Holz erhöhen werden.

Holzpreise richten sich ähnlich wie bei Spargel nach dem Wuchs. Abgesehen von der Baumart gibt es unterschiedliche Kategorien je nach Länge und Dicke der Stämme. Das wichtigste Nutzholz ist nach wie vor die Fichte. Bei Fichtenholz im BC 2b genannten Spitzensortiment sind die Preise laut den Staatsforsten mittlerweile von 80 Euro pro Festmeter wieder auf bis zu 90 Euro gestiegen.

In einer Reihe von Regionen Bayerns könnte bei gleichbleibender Entwicklung das Frischholz bald knapp werden, sagte Neumeyer. «Die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer können nach der schweren Krise auf dem Holzmarkt durch zu viel Schadholz wieder optimistisch in die Zukunft schauen», sagte er. Der Staatsforstenchef rechnet im Jahresverlauf mit weiter steigenden Preisen. Von Bedeutung wäre das auch für viele der 700 000 privaten Waldbesitzer in Bayern.

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