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TÜV Süd sichert türkische Urlaubshotels und Restaurants

02.06.2020 - Die türkische Regierung und der TÜV Süd haben sich auf eine Zusammenarbeit zur Sicherung von Hotels und Restaurants gegen das Coronavirus geeinigt. Mitarbeiter von TÜV Süd würden nun ausgewählte Unternehmen regelmäßig überprüfen und damit einen «wichtigen Beitrag zur Hygiene» leisten, sagte eine TÜV-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. An dem «Programm für sicheren Tourismus» der türkischen Regierung können sich Gastronomen und Hotels freiwillig beteiligen und so bei Urlaubern um Vertrauen werben.

  • Das Logo des TÜV SÜD. Foto: picture alliance / Ole Spata/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo des TÜV SÜD. Foto: picture alliance / Ole Spata/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

TÜV Süd ist der Sprecherin zufolge eines von mehr als zehn Unternehmen, die für Audits ausgewählt wurden. Auf einer Webseite des türkischen Tourismusministeriums sind als Anbieter neben türkischen und internationalen Firmen auch TÜV Rheinland und TÜV Nord aufgeführt.

«Es haben sich schon einige Hotels gemeldet. Da ist durchaus Interesse da», sagte die TÜV-Süd-Sprecherin. Das Unternehmen könne aber selber entscheiden, welche Aufträge es annehme. Wichtig sei, dass die Bewerber schon ein Qualitätsmanagement-System hätten. Hotels sollten internationalen Ketten angehören. Und: «Es ist sehr wichtig, dass sich Betreiber und Gäste trotzdem weiter an Sicherheitsabstände und das Händewaschen halten. Sonst kann man sich dennoch anstecken.»

In einer Stellungnahme des Unternehmens heißt es, TÜV Süd Türkei werde die Unternehmen monatlich und zweimonatlich angekündigt und unangekündigt besuchen. Die Auditoren werden demnach unter anderem einem Fragebogen folgen, der auf der Seite des türkischen Tourismusministeriums schon einsehbar ist. Auf rund zehn Seiten geht es dabei um Details der Hygiene in Küchen, Toiletten oder Hotelzimmern - beispielsweise um die Frage, ob automatische Heißlufthändetrockner abgestellt oder Tische mit Wegwerfservietten ausgestattet wurden.

Zuvor hatten Medien wie «Bild» und ARD über die Zusammenarbeit berichtet, die nun spruchreif wurde. Deutsche machen einen Löwenanteil der Touristen in der Türkei aus. Die Besucher aus dem Ausland sind eine Schlüsselindustrie für das Land, dessen Wirtschaft und Währung schon seit längerem schwer schwächeln.

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