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Urteil im Prozess um versuchten Mord mit Blutverdünner

20.07.2018 - Passau (dpa/lby) - Im Prozess um einen versuchten Mord mit Blutverdünner will das Landgericht Passau sein Urteil sprechen. Die 51 Jahre alte Angeklagte aus Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau) soll versucht haben, ihren Mann durch die heimliche Gabe des Medikamentes zu töten. Die Staatsanwaltschaft hat zwölf Jahre Haft für die Frau gefordert - wegen versuchten Mordes sowie gefährlicher Körperverletzung. Die Verteidigung hat einen Freispruch gefordert. Die Frau hat die Vorwürfe stets bestritten.

  • Der Schriftzug Landgericht steht unter dem bayerischen Wappen an der Fassade vom Landgericht in Passau (Bayern). Foto: Matthias Balk/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Schriftzug Landgericht steht unter dem bayerischen Wappen an der Fassade vom Landgericht in Passau (Bayern). Foto: Matthias Balk/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Spätsommer 2017 war der Ehemann mehrfach wegen der durch das Medikament ausgelösten Blutungen in Behandlung, teils soll sein Zustand lebensbedrohlich gewesen sein. Durch den Verdacht einer Ärztin aus Regensburg kam es letztlich dann zu den Ermittlungen der Kriminalpolizei. Als Motiv für den Mordversuch nahm die Staatsanwaltschaft an, dass die Frau ihres Ehemannes überdrüssig geworden sei und sich ihrem Geliebten habe zuwenden wollen.

Im Laufe des Prozesses behauptete der 68-jährige Ehemann überraschend, das Medikament selbst eingenommen zu haben. Er sitzt nun auch in Untersuchungshaft. Das Gericht muss nun entscheiden, ob die Frau tatsächlich unschuldig ist oder ob der Ehemann mit seiner Selbstbezichtigung sie nur vor einer Verurteilung schützen wollte.

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