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Verschärfte Corona-Regeln in München

23.09.2020 - Biergarten, Hochzeit, Geburtstag - mit wem die Münchner feiern, müssen sie sich in den kommenden Tagen besonders gut überlegen. Denn wegen der vielen Corona-Infizierten schränkt die Stadt die Kontakte ein. Auch Regensburg und Würzburg haben strenge Regeln.

  • Passanten gehen über den Marienplatz in München. Foto: Peter Kneffel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Passanten gehen über den Marienplatz in München. Foto: Peter Kneffel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In München gelten ab Donnerstag zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärfte Kontaktbeschränkungen sowie eine generelle Maskenpflicht in Teilen der Altstadt. Grundlage hierfür ist eine Allgemeinverfügung, die die Stadt am Mittwoch bekanntgegeben hat. Die neuen Regelungen sollen zunächst sieben Tage gelten, danach soll neu entschieden werden, ob die Infektionswerte weiter so hoch sind, dass die Maßnahmen verlängert werden müssen. Auch in Regensburg gelten ab sofort strengere Regeln etwa für den Verkauf von Alkohol und für das Treffen mit Anderen. Die Stadt will damit der Ausbreitung des Virus entgegenwirken, auch wenn die Werte dort noch nicht auf dem Niveau von München lagen.

Wer in München unterwegs ist, muss nun in den kommenden Tagen an gut besuchten Orten wie dem Marienplatz, der Fußgängerzone in der Altstadt oder dem Viktualienmarkt Mund und Nase bedecken. Befreit sind unter anderem Kinder unter sechs Jahren. Bei Verstößen droht ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro.

Außerdem dürfen sich nur noch bis zu fünf Menschen oder Angehörige von höchstens zwei Haushalten treffen, egal ob zu Hause, im Freien oder im Lokal. Für Familien gibt es Ausnahmen. Nicht öffentliche Feste wie Geburtstage oder Hochzeiten können mit bis zu 25 Menschen gefeiert werden, wenn der Gastgeber ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen kann. Unter freiem Himmel sind bis zu 50 Gäste erlaubt. Zudem ist am Wochenende in den Nachtstunden der Verkauf und der Konsum von Alkohol an beliebten Party-Treffpunkten verboten.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hatte am Mittwoch (Stand: 8.00 Uhr) für einen Zeitraum von sieben Tagen 51,04 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gemeldet. Damit lag die Stadt zum wiederholten Male über der kritischen Marke von 50. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin lag der Wert (Stand: 00.00 Uhr) dagegen nur bei 44,5. Als Grund für die Differenz nannte das Institut unter anderem Verzögerungen bei der Datenübermittlung durch das LGL. Außerdem veröffentliche man die Zahlen zu verschiedenen Zeiten.

Keine Unterschiede zwischen LGL und RKI gab es dagegen für Würzburg: Beiden Instituten zufolge lag der so genannte Inzidenzwert dort am Mittwoch nur noch bei 47,70 (Dienstag: 60,99). Würzburg liegt damit wieder unter der Grenze, die Experte als kritisch einstufen.

Die Stadt Regensburg reagierte vorsichtshalber, nachdem dort zuletzt der Signalwert von 35 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100 000 Einwohner überschritten worden war. Sie beschränkte unter anderem den Verkauf von Alkohol und die Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen. «Die Stadt geht mit diesen Maßnahmen auf Nummer sicher», sagte Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD). «Wir werden in enger Abstimmung mit unserem Gesundheitsamt nach einer Woche sehen, wie sich die Infektionszahlen entwickelt haben. Die gestiegene Zahl an Corona-Tests in den letzten Wochen hat sicher auch dazu geführt, dass mehr Infektionen entdeckt wurden.»

Auch die Stadt und der Landkreis Würzburg hatten zuletzt ihre Maßnahmen verschärft. Die Maskenpflicht im Unterricht soll bis zum 2. Oktober bleiben, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet ist. In Kitas ist ein offenes Betreuungssystem nicht mehr möglich, und die Gruppen dürfen sich nicht mehr durchmischen.

Das Kabinett hatte am Dienstag einen strengen Maßnahmenkatalog für besonders von der Pandemie betroffene Kommunen beschlossen. Maßstab ist dabei der Grenzwert von 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. In Bayern wurden laut LGL bisher 65 881 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. 2652 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten, sind bislang gestorben.

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