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Volksbanken-Fusion über Landesgrenzen

21.10.2020 - Die Frankfurter Volksbank erweitert ihr Geschäftsgebiet nach Bayern und strebt einen Zusammenschluss mit der VR-Bank im unterfränkischen Alzenau an. Die beiden Institute schlossen einen Kooperationsvertrag mit dem Ziel einer Verschmelzung im Frühjahr 2021. «Es ist vorgesehen, dass wir im April nächsten Jahres die Eigentümer um die Zustimmung zu einer Fusion bitten», sagte die Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Volksbank, Eva Wunsch-Weber, am Mittwoch in einer Videokonferenz. Technisch werde ein Zusammenschluss bei gutem Verlauf im Herbst 2021 realisiert.

  • Das Logo der Volksbank ist auf einem Gebäude in der Innenstadt zu sehen. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der Volksbank ist auf einem Gebäude in der Innenstadt zu sehen. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Wir sind sicher, dass schon die Kooperation und erst recht die Fusion den Mitgliedern und Kunden vor allem im Geschäftsgebiet der VR-Bank Vorteile bringen und zugleich die Leistungsfähigkeit der Frankfurter Volksbank als zweitgrößte deutsche Volksbank noch weiter erhöhen wird», erklärten Wunsch-Weber und ihre Amtskollegin von der VR-Bank Alzenau, Sigrid Werner. Beide betonten, Kosteneinsparungen stünden nicht im Fokus, es gehe um gemeinsame Weiterentwicklung.

Alle Mitarbeiter der VR-Bank - nach jüngsten Zahlen 42 - bekommen eine Beschäftigungsgarantie für fünf Jahre. Wunsch-Weber versicherte, auch in ihrem Haus sei kein Jobabbau geplant. VR-Bank-Chefin Werner soll künftig als Bereichsvorständin für ihr vertrautes Geschäftsgebiet mit zuletzt 23 000 Kunden zuständig bleiben. Sie wird zudem Generalbevollmächtigte der Frankfurter Volksbank. Die Partner vereinbarten außerdem, das Filialnetz der VR Bank mit vier Geschäftsstellen (Alzenau, Karlstein, Kleinostheim, Schöllkrippen) und einem SB-Standort bis mindestens Ende 2025 zu erhalten.

Für die Frankfurter Volksbank, die nach Bilanzsumme nur von der Berliner Volksbank übertroffen wird, wäre es die 20. Fusion in den vergangenen drei Jahrzehnten. Zuletzt hatte das Frankfurter Institut, bei dem derzeit gut 1550 Mitarbeiter 606 000 Kunden versorgen, zum Jahreswechsel 2018/2019 die Zusammenschlüsse mit den ebenfalls deutlich kleineren Häusern Vereinigte Volksbank Maingau und Volksbank Griesheim perfekt gemacht.

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