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Warten auf den «Big Point»: Nürnberger Versuch in Bochum

15.01.2021 - Beim 1. FC Nürnberg hatten sie auf die Rückkehr von Felix Lohkemper gegen Bochum gehofft. Das klappt nicht. Ein anderer Offensivspieler beißt auf die Zähne.

  • Nürnbergs Felix Lohkemper jubelt. Foto: David Inderlied/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Nürnbergs Felix Lohkemper jubelt. Foto: David Inderlied/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Robert Klauß will beim 1. FC Nürnberg mehr. Der jüngste Achtungserfolg gegen den Hamburger SV war gut und schön, aber die Sehnsucht nach einem echten «Big Point» gegen ein Topteam der 2. Fußball-Bundesliga wurde mit dem jüngsten 1:1 wieder nicht erfüllt.

Die nächste Chance bietet sich aber gleich am Samstag (13.00 Uhr) auswärts gegen den nächsten Aufstiegskandidaten, den VfL Bochum. «Wir haben das Ziel, so ein Spiel auch mal zu gewinnen», verkündete Klauß am Freitag. Die Leistung gegen den HSV wolle er «nicht überhöhen», denn zu einem sehr guten Spiel gehört für den Coach auch ein Sieg.

«Bochum ist von der Klasse der Mannschaft ähnlich wie der HSV», sagte Klauß. Es sei ein gewachsenes Team, fast unverändert mit einer festen Elf. In Simon Zoller (8 Saisontore) und Robert Zulj (7) hat der VfL gleich zwei treffsichere Offensivakteure. Klauß traut seinem Team dennoch einiges zu. «Wir haben uns in eine Verfassung gebracht, wo wir mithalten können. Wir sind in der Lage, zu punkten.» Neun Zähler liegt der «Club» vor dem vorletzten Hinrundenspieltag hinter dem VfL, der zu Hause von acht Partien fünf gewinnen konnte, nur eine verlor.

Die erhoffte Rückkehr von Felix Lohkemper im Bochumer Stadion muss ausfallen. Der Offensivspieler war nach Adduktorenproblemen wieder ins Training eingestiegen, doch die Muskulatur zeigte eine Reaktion, wie Klauß berichtete. Damit fehlt dem Trainer weiter ein wichtiges Element im Nürnberger Angriffsspiel, denn Lohkemper gehe stets tief hinter die Abwehrkette des Gegners: «Felix tut unserem Spiel gut.»

Das gilt auch für Robin Hack, der sich weiterhin mit einer kleinen Bänderverletzung am Sprunggelenk herumplagt. Der U21-Nationalspieler könne aber trainieren und auch spielen, sagte Klauß: «Er kann den Schmerz tolerieren.» Gegen den HSV agierte der Fügelstürmer Hack zuletzt mehr als Zehner aus dem Zentrum heraus, was dem «Club»-Spiel gut tat. Hack bereitete auch das Tor von Fabian Nürnberger vor.

Drei Tore und drei Torvorlagen stehen für Hack in dieser Saison zu Buche. «So langsam wird's», sagte der 22-Jährige, der seinem vor einem Jahr gemachten «Schritt nach Nürnberg» positiv bewertet. Nach dem Beinahe-Abstieg in die 3. Liga sieht Hack eine gute Entwicklung. «Als Mannschaft sind wir gut zusammengewechsen. Man sieht den Fortschritt.» Ein Ausrufezeichen in Bochum würde das unterstreichen.

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