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Wohnungswirtschaft: Nur Bau hilft gegen Wohnungsmangel

02.07.2020 - Das Volksbegehren Mietenstopp stößt auch bei Bayerns sozialen Vermietern in Genossenschaften und kommunalen Wohnungsgesellschaften auf Ablehnung. «Die bayerische Wohnungswirtschaft braucht das nicht», sagte am Donnerstag Hans Maier, der Direktor des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW). Regulierung führe dazu, dass weniger gebaut werde. «Wir werden den Wohnungsmangel in Bayern nur lösen, wenn wir ausreichend Wohnungen bauen», sagte Maier.

  • Blumenkästen stehen auf dem Balkon von Wohnungen eines Neubauprojekts. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blumenkästen stehen auf dem Balkon von Wohnungen eines Neubauprojekts. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In dem Verband sind mehr als 480 Wohnungsunternehmen Mitglied, darunter 350 Genossenschaften und knapp 100 kommunale Gesellschaften. Sie verlangen nach Angaben Maiers im bayernweiten Schnitt 6,29 Euro Miete pro Quadratmeter. In den vergangenen acht Jahren seien 560 000 Menschen nach Bayern gezogen, sagte Maier. «Dafür sind zu wenig Wohnungen gebaut worden.» Der Verbandschef warnte vor sozialem Sprengstoff: «Wenn Menschen hierherkommen und arbeiten wollen und sich kein Zuhause schaffen können, dann hinterfragen sie irgendwann das Gesellschaftssystem.»

Hinter dem Volksbegehren Mietenstopp stehen im Wesentlichen der Münchner Mieterverein und die SPD. Ziel ist es, die Mieten für sechs Jahre einzufrieren. Derzeit liegt das Begehren allerdings auf Eis. Das Innenministerium hat die Zulassung verweigert, weil das Mietrecht Bundesangelegenheit ist. Bayerische Volksbegehren sind aber nur zu bayerischen Landesgesetzen möglich. Die Initiatoren haben gegen die Nichtzulassung geklagt, das Urteil des Verfassungsgerichtshofs steht aus.

Im vergangenen Jahr haben die VdW-Mitgliedsunternehmen in Bayern 4429 neue Wohnungen gebaut, nach Maiers Worten so viele wie seit 1996 nicht mehr. Knapp drei Viertel der neuen Wohnungen waren günstige Sozialwohnungen. Für die Zukunft hoffen die Unternehmen, dass die Corona-Pandemie nicht zu einer Kürzung der Wohnbauzuschüsse führt.

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