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«Aktionstag Pop-Up-Radspuren» für mehr Radwege in Berlin

23.05.2020 - In der Hauptstadt sperren Aktivisten in vier Bezirken Radspuren ab und fordern mehr Platz fürs Fahrrad. Bundesweit gibt es am Samstag eine Reihe solcher Aktionen - alle mit dem gleichen Ziel.

  • Ein Berliner Fahrradfahrer am Morgen. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Berliner Fahrradfahrer am Morgen. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Radfahrer haben am Samstag in Berlin und vielen anderen Städten bundesweit neue Wege für sich geschaffen - symbolisch. Anlass war der von Greenpeace und dem ADFC ausgerufene «Aktionstag Pop-Up-Radspuren». Die Teilnehmer richteten in Reinickendorf, im Wedding, in Charlottenburg und in Neukölln vorübergehend neue Radstreifen ein - mit Menschen und Pylonen als Abgrenzung. Die Lage bei einem angemeldeten Fahrradkorso in Reinickendorf blieb nach Polizeiangaben entspannt. An dem bundesweiten Aktionstag sollten in Dutzenden Städten sogenannte Pop-up-Radspuren errichtet werden.

Der Verein Changing Cities teilte mit: «Wir demonstrieren bewusst in Bezirken, in denen es Radfahrende besonders schwer haben. Hier trauen sich Menschen nicht auf das Rad, weil sie schlichtweg Angst vor dem Pkw-Verkehr haben».

In der Hauptstadt sind im Zuge der Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen ganz offiziell temporäre Radwege auf Straßen geschaffen worden, um die Einhaltung der geltenden Abstandsregeln zu erleichtern. Viele dieser Pop-up-Radwege sollen auch nach der Corona-Krise bleiben, sagte Ingmar Strese, Staatssekretär für Verkehr in Berlin, am Samstag im RBB-Inforadio.

Dem Fahrradclub ADFC und Greenpeace reicht das nicht. Sie forderten, sofort neue und breite Radwege zu schaffen. «Damit Corona nicht auch die Verkehrswende infiziert, müssen Städte verhindern, dass Menschen wieder in Autos gezwungen werden. Das ist eine riesige Chance, um beim Umstieg auf sichere, saubere und klimafreundliche Verkehrsmittel voran zu kommen», teilte Greenpeace mit.

Wie die Berlinerinnen und Berliner die von den Behörden kurzfristig eingerichteten Radwege annehmen, wollen Verkehrsforscher der Technischen Universität Berlin, des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung Potsdam und des DLR-Instituts für Verkehrsforschung herausfinden. Erste Ergebnisse einer Internet-Umfrage sollen Anfang Juni veröffentlicht werden.

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