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«Alles wartete auf den Knall»: Fliegerbombe gesprengt

17.10.2019 - In der Kleinstadt Ruhland ist es am Donnerstagmorgen ungewöhnlich still. Alles wartet gespannt auf den großen Knall. Eine Fliegerbombe wird kontrolliert gesprengt. Ein paar Schäden richtet sie an.

  • Ein entschärfte 500-Kilo-Weltkriegsbombe. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein entschärfte 500-Kilo-Weltkriegsbombe. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Cottbus/Ruhland (dpa/bb) - Eine Weltkriegsbombe ist am Donnerstag in Ruhland (Oberspreewald-Lausitz) kontrolliert gesprengt worden und hat Schäden im Umfeld des Bahnhofs verursacht. Bei der Detonation gingen etwa Scheiben zu Bruch, sagte die Sprecherin des Landkreises, Sarah Werner. Neben dem Bahnhofsgebäude sei ein Fußgängertunnel betroffen. Oberleitungen der Bahn seien nicht beschädigt worden. Die Sprengstoffexperten hatten zuvor versucht, die 500 Kilogramm schwere Bombe zu entschärfen. Der Zünder der Bombe war aber zu marode, um ihn entfernen zu können, hieß es.

2300 Anwohner mussten zeitweise ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Auch der Zugverkehr und die Buslinien wurden für die Zeit der Sprengung eingestellt. Am Mittag wurde das Sperrgebiet von einem Kilometer rund um den Bahnhof wieder freigegeben. Neben Ein- und Mehrfamilienhäusern waren auch zwei Kindergärten, eine Schule und ein Pflegeheim von den Evakuierungen betroffen.

Rund 200 Einsatzkräfte halfen bei der Evakuierung. «Früh setzte sich eine Autokarawane in Bewegung, die aus der Stadt fuhr», berichtete die Sprecherin des Landkreises. Um 8 Uhr wurde der Sperrkreis in Kraft gesetzt. Anschließend kontrollierten Polizei und Feuerwehr, ob alle Anwohner ihre Häuser verlassen hatten. Danach habe in der Stadt eine gespannte Ruhe geherrscht. «Alles wartete auf den Knall», sagte Werner über die Stimmung in der Stadt.

Im benachbarten Schwarzheide hatte die Gemeinde Sammelunterkünfte für die betroffenen Anwohner eingerichtet. Bis zu 160 Menschen nutzten die vorläufige Unterkunft, hieß es. Die meisten seien aber bei Verwandten und Freunden untergekommen oder hätten außerhalb gearbeitet. Für Menschen mit Gehbehinderung wurden Fahrdienste organisiert.

Zuletzt mussten Einsatzkräfte noch ein Auto abschleppen und Fahrräder am Bahnhofsvorplatz beiseite räumen. Sie befanden sich in unmittelbarer Nähe der Fundstelle der Fliegerbombe. Kurz bevor das Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der Arbeit beginnen wollte, wurden noch unbefugte Personen auf dem Bahnhofsgelände entdeckt. Die Polizei begleitete sie aus dem Sperrbereich.

Die Bombe war am Dienstag bei Bauarbeiten in der Nähe eines Fußgängertunnels entdeckt worden.

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