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«Gefahr gebannt»: Weltkriegsbombe in Hellersdorf entschärft

11.11.2019 - Weltkriegsbomben, die entschärft werden müssen - das kann einem in der Region Berlin-Brandenburg wie ein Routineereignis vorkommen. Am Montag zeigte sich aber, dass nicht alles planbar ist.

  • Ein Straßenschild steht in der «Alte Hellersdorfer Straße» im Bezirk Hellersdorf. Fo. Foto: Gregor Fischer/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Straßenschild steht in der «Alte Hellersdorfer Straße» im Bezirk Hellersdorf. Fo. Foto: Gregor Fischer/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Spezialisten der Berliner Polizei haben eine 250-Kilo-Weltkriegsbombe in Berlin-Hellersdorf unschädlich gemacht. Sie hätten den Zünder herausgeschnitten und kontrolliert gesprengt, sagte ein Polizeisprecher am Montagnachmittag. «Damit ist jegliche Gefahr gebannt.» Die Bombe selbst sollte zum Sprengplatz Grunewald transportiert und dort zu einem späteren Zeitpunkt gesprengt werden.

Die 13 000 Menschen, die im Sperrkreis wohnen, konnten am Nachmittag in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Sperrungen würden aufgehoben. Auch der Luftraum war für die Entschärfung gesperrt worden - Folgen für den Betrieb an den Berliner Flughäfen habe dies aber nicht gehabt, sagte ein Airport-Sprecher.

Der Beginn der Entschärfung verzögerte sich zunächst, weil mehr Menschen als geplant den Sperrkreis nicht selbstständig verlassen konnten. Für sie wurden Krankentransporte in Notunterkünfte und Krankenhäuser organisiert. Am Morgen war die Polizei noch von einer zügigen Evakuierung des Gebiets ausgegangen: Da die Bombe bereits am Donnerstag gefunden wurde und es damit viel Vorlaufzeit gab, wurden zahlreiche Anwohner nicht zu Hause erwartet, wie der Sprecher sagte.

Als die Experten vom Kampfmittelräumdienst loslegen konnten, geschah jedoch erneut Unvorhergesehenes: In zwei Straßen im Sperrkreis seien Menschen aus Wohnungen gekommen, hieß es. Die Entschärfung wurde kurzzeitig unterbrochen, damit Einsatzkräfte zurück in die Zone gehen konnten, um die Menschen anzusprechen und sie hinauszuleiten. Sie hätten sich nicht gemeldet, als mehr als 200 Einsatzkräfte am Morgen von Tür zu Tür gingen, um die Bewohner zum Verlassen der Wohnungen aufzurufen, so der Sprecher. Ob die Menschen absichtlich oder unwissentlich im Sperrkreis blieben, war unklar.

Der Sprengkörper amerikanischer Bauart war bei Bauarbeiten auf dem Gelände des Stadtguts Alt-Hellersdorf gefunden worden. Der direkte Bereich um die Bombe wurde am Donnerstag gesperrt. Sie erst am Montag zu entschärfen, hatte die Polizei in der Vorwoche mit notwendigen Planungen und der «erforderlichen Verfügbarkeit unterschiedlicher Fachkräfte» begründet.

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