«Liebig 34»-Räumung: Zahlreiche Menschen protestieren erneut

11.04.2021 Bereits im Oktober wurde die «Liebig 34» mit einem Großaufgebot der Polizei geräumt - zur Ruhe kommt das Thema bislang nicht. Am Samstag demonstrierten in Berlin-Friedrichshain erneut Hunderte gegen die Räumung des ehemals besetzten Hauses.

Teilnehmer an der Demonstration «Liebig 34 is everywhere!» stehen in der Rigaer Straße. Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unter dem Motto «Liebig 34 is everywhere» haben in Berlin-Friedrichshain am Wochenende erneut Hunderte Menschen gegen die Räumung des ehemals besetzten Hauses in der Liebigstraße demonstriert. Dabei drangen Teilnehmer am Rande der Demo-Strecke auch in ein leerstehendes Haus ein und hielten dieses über einige Zeit besetzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Mit rund 300 Menschen hatte sich der Demo-Zug demnach am Nachmittag in Bewegung gesetzt. Die Route verlief unter anderem über die Frankfurter Allee, die Boxhagener Straße sowie die Warschauer Straße in Friedrichshain.

An der Türrschmidtstraße in Rummelsburg bemerkten die Beamten eigenen Angaben zufolge schließlich vier Personen in dem unbewohnten Gebäude. Sie hätten Pyrotechnik zum Gruß der vorbeiziehenden Demonstrierenden gezündet. Es seien weitere Personen daran gehindert worden, in das Haus einzudringen, hieß es. Die Einsatzkräfte informierten demnach einen Miteigentümer des Gebäudes, der schließlich Strafanzeige wegen Verdachts auf Hausfriedensbruch gestellt habe.

In dem Haus nahmen die Beamten schließlich sechs Personen fest. Zwei von ihnen seien noch vor Ort entlassen worden, vier weitere seien zum Aufnehmen der Personalien auf eine Wache geführt worden, die sie anschließend verlassen hätten. Die Polizei leitete insgesamt zehn Strafermittlungsverfahren ein und erstellte 17 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten. Die Demonstration lief in der Türrschmidtstraße mit einer Kundgebung aus. Weitere Zwischenfälle meldete die Polizei nicht.

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