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100 Hektar Wald brennen bei Jüterbog: Wind facht Flammen an

26.07.2019 - Erst im Juni stand tagelang eine riesige Waldfläche bei Jüterbog im munitionsbelasteten Gebiet in Flammen. Nun brennt es dort erneut - und das Feuer breitet sich immer weiter aus.

  • Eine Rauchwolke steigt über einem Wald bei Jüterborg auf. Foto: Julian Stähle/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Rauchwolke steigt über einem Wald bei Jüterborg auf. Foto: Julian Stähle/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Jüterbog (dpa/bb) - Bei sommerlicher Trockenheit und starkem Wind hat sich der Waldbrand bei Jüterbog (Teltow-Fläming) am Freitag erneut ausgeweitet. Am Nachmittag standen rund 100 Hektar Wald in Flammen, berichtete der stellvertretende Bürgermeister von Jüterbog, Joachim Wasmansdorff. Morgens waren es noch 50 Hektar gewesen. Der Brand könne wegen der Munitionsbelastung auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz weiter nur mit zwei Hubschraubern aus der Luft bekämpft werden. Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit rund 100 Kräften im Einsatz, um Wege und Randstreifen wässern - so soll ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindert werden.

«Der Wind ist leider derzeit sehr stark, was die Brände immer wieder anfacht», berichtete Wasmansdorff. Wenn dies anhalte, könne es noch mehrere Tage brennen. «Was wir brauchen sind Gewitter mit möglichst viel Regen», ergänzte der Vize-Bürgermeister. Niederschläge seien aber frühestens am Sonntag zu erwarten. «Bei Trockenheit und Wind bekommen wir das Feuer nicht unter Kontrolle», warnte Wasmansdorff. «Da ist die Natur einfach stärker.»

Für die Hubschrauber wurden zwei große Wassertanks aufgebaut, aus denen die Hubschrauber bei jedem Anflug rund 2500 Liter Wasser tanken können, erläuterte Wasmansdorff. Die Tanks würden aus Löschbrunnen in dem Gebiet fortlaufend gefüllt. «Das ist sehr effektiv.»

Zum Teil seien Flächen betroffen, die bereits im Juni gebrannt hatten, sagte der Vize-Bürgermeister. Damals war das Feuer nach einer Woche unter Kontrolle gebracht worden. Tagelang mussten noch Glutnester bekämpft werden. Zeitweise standen 744 Hektar in Flammen - eine Fläche größer als 1000 Fußballfelder. Es war bislang der größte Waldbrand in Brandenburg.

Der ehemalige Truppenübungsplatz wurde bis 1992 militärisch genutzt. Alte Kampfmittel verrotten dort seit Jahrzehnten im Boden mit einer unberechenbaren Wirkung. Daher darf das Gebiet nicht betreten werden.

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