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13-Jährige stirbt: Ermittlungen gegen Feuerwehrleute

21.06.2019 - Berlin (dpa/bb) - Rund ein Jahr nach dem Tod eines 13-jährigen Mädchens ist der missglückte Rettungseinsatz noch nicht aufgeklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittle weiter gegen Feuerwehrbeamte wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die Ermittlungen insbesondere zum Hergang des Unfalls dauerten an.

  • Der Eingang des Kriminalgerichts Moabit. Foto: Sven Braun/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Eingang des Kriminalgerichts Moabit. Foto: Sven Braun/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Schülerin war am 12. Juni 2018 in Berlin-Rummelsburg von einer Straßenbahn erfasst und eingeklemmt worden. Feuerwehr und die Berliner Verkehrsbetriebe BVG versuchten, die Tram anzuheben, um das Mädchen zu befreien. Dabei verrutschte der Straßenbahnwagen. Die 13-Jährige starb kurz darauf.

Die Eltern hatten später geklagt, bei ihnen habe sich nach dem Unglück keine der beteiligten Behörden gemeldet, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen.

Vor wenigen Tagen hatte die Feuerwehr dazu bei einer Bilanz-Pressekonferenz Stellung genommen. Vize-Feuerwehrchef Karsten Göwecke sagte, die Angehörigen seien direkt nach dem Unfall psychologisch betreut worden. Ansonsten habe sich niemand bei der Familie gemeldet. So etwas sei nicht vorgesehen.

«Es ist auch ein absolut alltäglicher Vorgang, leider, dass Personen im Verlauf von Einsatzmaßnahmen sterben», hatte Göwecke gesagt. Die Feuerwehr sehe den Einsatz «kritisch» und habe ihn «sehr intensiv aufgearbeitet». Ein abschließendes Ergebnis liege noch nicht vor.

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