Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

25 Jahre Fest für Bedürftige: Steinmeier gratuliert Zander

19.12.2019 - Frank Zander steht oft für Blödelei. Mit seinem Weihnachtsfest für Obdachlose und Bedürftige in Berlin meint er es seit 25 Jahren sehr Ernst. Dafür gibt es Anerkennung von vielen Seiten.

  • Der Sänger Frank Zander serviert Gänsebraten für Obdachlose. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Sänger Frank Zander serviert Gänsebraten für Obdachlose. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa) - Sänger und Entertainer Frank Zander (77) hat ein dickes Lob von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für sein soziales Engagement bekommen. Zander organisiert in Berlin mit vielen Helfern zum 25. Mal ein Weihnachtsfest für Obdachlose und Bedürftige. Mit den Jahren ist es auf rund 3000 Gäste angewachsen. «Mit Ihrer bemerkenswerten Initiative kümmern Sie sich um diejenigen, die nicht die besten Chancen im Leben hatten oder durch persönliches Unglück in eine soziale Notlage geraten sind», schreibt Steinmeier in seiner Gratulation zum runden Jubiläum.

Es gibt noch weitere Fans. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe für das Fest am Freitag eine Videobotschaft geschickt, sagte Zanders Sohn Marcus, der die Feier mit Festessen und Geschenken von Sponsoren mitorganisiert.

Bei akuter Hilfsbedürftigkeit sei es unbedeutend, warum sich jemand in dieser Lage befinde, schreibt Steinmeier. «Entscheidend ist, dass elementare Not gelindert wird. Der «direkte Blick» und das «persönliche Wort» seien eine Hilfe für Betroffene. «Sie helfen aber auch uns, wach und sensibel für die Sorgen von bedürftigen und obdachlosen Menschen zu bleiben.» Hinsehen und Zuhören sei dabei ein wichtiger erster Schritt zum Verstehen und zur gegenseitigen Achtung. Zanders Initiative fand inzwischen Nachahmer in vielen anderen deutschen Städten und Gemeinden.

Zander freut sich auf sein Fest. «Wenn es mir gut geht, muss ich etwas abgeben», sagte er im Interview mit der «Berliner Zeitung» (Donnerstag). An der Menschheit hat er so seine Zweifel - vor allem mit Blick auf den Klimawandel. «Wir sind einfach zu viele. Wir wollen alle zu viele Dinge», sagte er dem Blatt. «Wir sind alle schuld. Wir sind nun mal gierig.» Auch Veganer, die Zander auf seiner neuen Platte aufs Korn nimmt, würden die Welt nicht retten. «Es geht darum, dass wir so oder so alles kaputt machen - mit oder ohne vegan. Weil der Mensch ein Arschloch ist.»

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren