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Enttäuschung bei Abt und Lotterer: Formel-E-Sieg für Audi

26.05.2019 - Audi feiert beim Formel-E-Rennen in Berlin zwar einen Heimsieg, doch die deutschen Fahrer gehen leer aus. Auch im harten Kampf um die Meisterschaft der Elektro-Rennserie sind die Aussichten nicht gut.

  • Daniel Abt vom Team Audi Sport ABT Schaeffler fährt beim Training der Formel-E-Meisterschaft Testrunden. Foto: Britta Pedersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Daniel Abt vom Team Audi Sport ABT Schaeffler fährt beim Training der Formel-E-Meisterschaft Testrunden. Foto: Britta Pedersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa) - Mit einem erneuten Heimsieg wurde es nichts, und auch in der Meisterschaft sinken die Chancen der deutschen Fahrer in der vollelektrischen Rennserie Formel E. Beim aus Sicht der Gastgeber etwas missglückten Rennen in Berlin schaffte es Vorjahresgewinner Daniel Abt trotz großer Hoffnungen am Samstag nur auf den sechsten Rang, André Lotterer verlor Platz zwei in der WM-Gesamtwertung nach einem technischen Ausfall und kam gar nicht erst ins Ziel.

«Ich muss ehrlich sein, es wäre mehr drin gewesen», sagte der 26 Jahre alte Audi-Werksfahrer Abt: «Es ist schade, aber es war wirklich viel los.» 2018 hatte Abt auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof noch triumphiert und den bislang letzten Erfolg eines deutschen Fahrers gefeiert. Nun setzte sich sein Teamkollege Lucas di Grassi durch, bescherte dem Hersteller aus Ingolstadt zumindest einen Sieg im eigenen Land und sprang in der WM-Wertung auf Platz zwei.

Der ehemalige Formel-1-Pilot aus Brasilien liegt mit nun 96 Punkten nur sechs Zähler hinter dem Franzosen Jean-Eric Vergne, der im ePrix der Hauptstadt Rang drei hinter Polesetter Sébastien Buemi (Schweiz) belegt hatte. Di Grassi verdrängte den gebürtiger Duisburger Lotterer vom zweiten Gesamtrang. Der 37-Jährige musste seinen Wagen frustriert fünf Minuten vor Rennende abstellen. «Ich hatte viel Pech mit der Batterie, sie war zu heiß und wir mussten stoppen», sagte Lotterer.

Bei noch drei ausstehenden Rennen in Bern und New York City bis zum Saisonende beträgt Lotterers Rückstand auf seinen Teamkollegen Vergne 16 Zähler. «Es gibt noch viele Punkte zu holen», sagte der dreimalige Sieger des 24-Stunden-Rennens von Le Mans: «Sicher habe ich noch Chancen und ich bin zuversichtlich.» Aber er musste auch zugeben: «Ich bin heute schon sehr frustriert.»

Genau wie Lotterer (DS Techeetah) liegt auch Abt hinter seinem Teamkollegen zurück und ist nach dem zehnten Saisonlauf mit 67 Punkten Siebter. «Es ist immer noch sehr, sehr eng», sagte Abt und machte sich im Kampf um den Titel selbst Hoffnung: «Es kann immer noch jeder Meister werden und es kann sich schnell drehen.»

Das gilt mit Abstrichen noch für die ersten zehn Fahrer, der frühere DTM-Champion und Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein vom Team Mahindra Racing hat hingegen kaum noch Chancen auf die vorderen Plätze. In Berlin fuhr der 24-Jährige auf den zehnten Rang und lag damit noch vor Maximilian Günther (Geox Dragon), der es auf Platz 14 schaffte.

Die Formel E machte zum fünften Mal in Berlin Station. Als einziger Standort gehört die Spreemetropole seit der Premierensaison 2014/2015 zum Rennkalender. Ob auch im kommenden Jahr in Berlin gefahren wird, steht noch nicht fest, die Aussichten sollen jedoch gut sein. Deutschland wird in der Ende des Jahres beginnenden neuen Saison ohnehin noch wichtiger. Auch Mercedes und Porsche steigen mit eigenen Teams ein und bilden gemeinsam mit BMW und Audi künftig ein deutsches Hersteller-Quartett.

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