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Alles auf Paderborn: Covic: Fans haben «brutal gutes Gefühl»

16.09.2019 - Die Profis haben frei, die Chefs tüfteln an einem Ausweg aus der sportlichen Krise. Hertha-Trainer Covic muss im Schnelldurchlauf einige heikle Probleme lösen. Die Fans sollen helfen, dass gegen Underdog Paderborn die Wende gelingt. Es lauern aber auch Gefahren.

  • Der Berliner Trainer Ante Covic in der Opel-Arena. Foto: Thomas Frey/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Berliner Trainer Ante Covic in der Opel-Arena. Foto: Thomas Frey/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa) - Jetzt also Paderborn. Dass aus der «brutalen Vorfreude» auf seine Bundesliga-Aufgaben bei Ante Covic in nur einem Monat absolute Angespanntheit werden könnte, hatten sich weder der Trainer selbst, noch die Verantwortlichen vorstellen können. Und doch ist es so: Wenn der Chefcoach von Tabellenschlusslicht Hertha BSC am Dienstag (10.00 Uhr) im Berliner Olympiapark die Trainings-Vorbereitung auf den 5. Spieltag startet, sind plötzlich Zweifel, Hemmungen, aber auch viel Trotz und Zuversicht mit dabei.

«Es ist zu früh, um auf die Tabelle zu schauen. Wir müssen uns jetzt darauf konzentrieren, uns zu fangen und endlich wieder zu punkten», sagte Angreifer Davie Selke. Die reinen Fakten aber sind alarmierend: Hertha hat den schlechtesten Saisonstart seit 29 Jahren hingelegt. Einen oder weniger Punkte in den ersten vier Spielen gab es zuvor nur dreimal in der Vereins-Historie, zweimal stieg Hertha in der jeweiligen Spielzeit ab. Weniger als drei Liga-Tore brachte in der aktuellen Saison kein anderes Team zustande.

«Alle wissen um die Tabellensituation», sagte Covic nach vier Partien als verantwortlicher Mann auf der Berliner Bank. Aber das jüngste 1:2 in Mainz habe auch Fortschritte gezeigt: «Keiner der Spieler, die auf dem Platz waren, hat enttäuscht.»

Aufsteiger Paderborn, ebenfalls mit nur einem Punkt und einem Torverhältnis von 5:12 in der Tabelle knapp vor Hertha (3:10), ist nun für Covic und sein Team eine große Chance und eine große Gefahr zugleich. Denn natürlich würde eine Heimpleite gegen den Underdog aus der ostwestfälischen 150 000-Einwohner-Stadt den Druck enorm erhöhen. Anderenfalls könnte eine Erlösung neue Kräfte freisetzen. «Gegen Paderborn müssen wir alles geben, für den Sieg und für unsere Fans, weil sie uns so sehr unterstützen und wir sie nicht mit Punkten belohnt haben», erklärte Mittelfeldspieler Marko Grujic.

Covic setzt auf eine positive Stimmung am Samstag im Olympiastadion. «Unsere Zuschauer habe ein brutal gutes Gefühl, was die Mannschaft zeigt», bemerkte der Trainer, der in Mainz die Startelf heftig umgekrempelt hatte. Manager Michael Preetz, der seinen bundesliga-unerfahrenen Jung-Trainer demonstrativ stärkte, fand das «total richtig», auch wenn das erhoffte Ergebnis ausblieb.

«Das war ein ordentlicher Auswärtsauftritt», hob Covic den positiven Effekt bei der dritten Niederlage nacheinander hervor. «Wir müssen weitermachen, an uns glauben und unsere Fehler abschalten», sagte Neuzugang Marius Wolf nach seinem ersten Auftritt für Hertha.

Covic steht vor einigen heiklen Aufgaben. Die Defensive braucht mehr Stabilität, die Offensive mehr Effektivität. Covic muss den inneren Teamfrieden im Auge haben, wenn Führungskräfte wie Kapitän Vedad Ibisevic, Salomon Kalou oder Karim Rekik öfter auf der Bank sitzen. Er muss die Neuzugänge Dodi Lukebakio (20 Millionen Euro Ablöse), Eduard Löwen (7 Millionen) und Marius Wolf (2 Millionen Euro Leihgebühr) so entwickeln, dass sie einen Mehrwert für sein Team bieten. Der lange verletzte belgische Innenverteidiger Dedryck Boyata hat schon in Mainz angedeutet, dass er das kann. «Wir wissen, dass wir nur gemeinsam als Truppe da rausgehen werden», sagte Covic.

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