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Auch Linksfraktion will wissenschaftliche Suche von Endlager

29.09.2020 - Die Linksfraktion im Brandenburger Landtag dringt auf eine rein wissenschaftliche Suche nach einem geeigneten Gebiet für ein Atommüll-Endlager. «Wir haben großes Vertrauen in die Wissenschaft, aber möglicherweise nicht ganz so großes Vertrauen in jetzt handelnde aktive Politikerinnen und Politiker der Regierungskoalition», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Thomas Domres, am Dienstag in Potsdam. Die Suche nach einem Endlager-Standort solle auf wissenschaftlicher Basis und nicht nach politischer Entscheidung aufgebaut werden. CDU-Fraktionschef Jan Redmann und die Grünen hatten sich ebenfalls dafür ausgesprochen.

  • Thomas Domres (Die Linke) spricht im Brandenburger Landtag. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Thomas Domres (Die Linke) spricht im Brandenburger Landtag. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Deutschland weisen nach Erkenntnissen der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) 90 Gebiete günstige geologische Voraussetzungen auf. Der lange umkämpfte Salzstock Gorleben in Niedersachsen - direkt an der Grenze zu Brandenburg - ist nicht darunter. Im Jahr 2031 soll der Standort gefunden sein, ab 2050 sollen Behälter mit strahlendem Abfall eingelagert werden. Das Endlager soll unterirdisch in Salz, Ton oder Kristallin - also vor allem Granit - entstehen.

In Brandenburg sind weite Teile dem Zwischenbericht zufolge grundsätzlich geologisch für ein Endlager geeignet - genau 17 Teilgebiete im Land. Dabei geht es um Tongestein, Steinsalz und kristallines Wirtsgestein. Fast alle Landkreise und kreisfreie Städte fallen unter diese Teilgebiete, die sich teils überlagern, nur der Kreis Barnim und die Stadt Frankfurt (Oder) sind ausgenommen.

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