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Außergewöhnlich viele Steinpilze dieses Jahr in Brandenburg

02.11.2019 - Potsdam (dpa/bb) - Pilzsammler in Brandenburg konnten in dieser Saison außergewöhnlich viele der schmackhaften Steinpilze finden. Zu dieser Einschätzung kommt der Brandenburgische Landesverband der Pilzsachverständigen. «Es gab selten so viele Steinpilze wie dieses Jahr», sagte der Verbandsvorsitzende Wolfgang Bivour der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Ausschlaggebend sei der reichliche Niederschlag der vergangenen Wochen gewesen. Bivour vermutet, dass das schnelle Wachstum der Pilze auch mit der Trockenheit des letzten Jahres zu tun habe. Nach dem Regen im Oktober sei es förmlich explodiert. «Allerdings reagieren Pilze unterschiedlich. Keiner weiß, was sie für Vorbedingungen brauchen», schränkte er ein.

  • Abgeschnittene Steinpilze liegen am auf dem Waldboden. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Abgeschnittene Steinpilze liegen am auf dem Waldboden. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch Maronen gab es nach Angaben von Bivour reichlich. Für Pfifferlinge, die in den Sommermonaten wachsen, sei es dagegen zu trocken gewesen.

Außergewöhnlich ist nach Ansicht des Pilzberaters in dieser Saison auch die Vielzahl an Champignons und Schirmpilzen gewesen. Allerdings hätten nicht wenige Sammler diese Pilze mit ungenießbaren Pilzen verwechselt, sagte Krankenschwester Antje Engel vom Giftnotruf für Berlin und Brandenburg an der Charité. Statt des Riesenschirmlings sei der giftige Gartenschirmling und statt des essbaren Champignons der giftige Karbol-Champignon gesammelt worden. Von April bis Ende Oktober gingen ihren Angaben zufolge deutschlandweit rund 680 Anfragen zu Pilzen ein, rund dreimal mehr als im Vorjahreszeitraum.

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