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BFC Dynamo erhält Pokal-Lehrstunde: 1:9 gegen den 1. FC Köln

19.08.2018 - Der BFC Dynamo kann gegen den 1. FC Köln in der ersten DFB-Pokalrunde nur 20 Minuten mithalten. Dann setzt es eine heftige Klatsche. Da können auch eine Premiere und ein Rekord nur wenig trösten.

  • BFCs Wael Karim (2.v.l) und Björn Lambach (2.v.r) kämpfen gegen Kölns Simon Terodde (l) und Vincent Koziello (r). Foto: Annegret Hilse © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    BFCs Wael Karim (2.v.l) und Björn Lambach (2.v.r) kämpfen gegen Kölns Simon Terodde (l) und Vincent Koziello (r). Foto: Annegret Hilse © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa) - Erstes Tor im DFB-Pokal, Zuschauerrekord für die Nach-Wende-Zeit - am Ende stand für den BFC Dynamo nach der Klatsche durch den 1. FC Köln aber nur ganz große Ernüchterung. Der Berliner Regionalligist bekam bei der 1:9-Niederlage in der ersten Runde eine heftige Lehrstunde vom Bundesliga-Absteiger. Nach leichten Startproblemen dominierten die Rheinländer das Spiel nach Belieben.

«Es war eine tolle Atmosphäre in einem schönen Stadion, es war wieder friedlich, wie es immer ist», lobte BFC-Trainer René Rydlewicz das Publikum. «Wir haben nur begleitet, wir haben es nicht geschafft, Druck aufzubauen. Sie waren drei, vier, fünf Klassen stärker.»

Stürmer Simon Terodde (21./34./41.) erzielte binnen 20 Minuten die ersten drei Treffer für die Kölner, Dominick Drexler (44./66.), Marcel Risse (58.) und Vincent Koziello (61.) erhöhten weiter. Nach Teroddes 8:1 (76.) setzte Louis Schaub (86.) den Schlusspunkt und stellte den höchsten Auswärtssieg der Kölner im DFB-Pokal ein.

Die Berliner konnten sich vor 14 357 Zuschauern in ihrem siebten Spiel im DFB-Pokal wenigstens kurz über das erste Tor überhaupt freuen. Nach der zwischenzeitlichen 1:0-Führung durch Patrik Twardzik (19.) konnte der Vorletzte der Regionalliga Nordost aber nicht mehr mithalten und kassierte seine höchste Pokal-Niederlage. Damit wird die Lage für den Vorletzten der Regionalliga Nordost immer prekärer.

Der zehnmalige DDR-Meister aus Berlin musste wegen der am Montag beginnenden Para-EM der Leichtathletik aus dem angestammten Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in die Heimspielstätte von Hertha BSC umziehen. Nach den schweren Pokal-Ausschreitungen vor sieben Jahren mit dem Sturm des Gästeblocks des 1. FC Kaiserslautern durch eigene Anhänger gab es im Stadion bis zum Abpfiff diesmal keine Krawalle.

Stattdessen sorgten die Besucher im Olympiastadion für einen BFC-Besucherrekord seit der Wiedervereinigung. Zuvor lag die Bestmarke bei 14 117 Zuschauern aus dem Pokalspiel des Vorjahres beim 0:2 gegen den FC Schalke 04.

Die Kölner stellten ihren höchsten Pokal-Auswärtssieg ein, hatten zuletzt beim Essener FV 1912 vor knapp 47 Jahren mit 9:1 gewonnen. Der FC dominierte von Beginn an, doch mit schnellen Kontern setzte der Außenseiter zunächst Nadelstiche. Nach einem langen Einwurf von Lucas Brumme erwischte Twardzik Gäste-Keeper Timo Horn auf dem falschen Fuß. Doch ersatzgeschwächt konnte der BFC dem Kölner Offensivwirbel nichts mehr entgegensetzen.

In den ersten beiden Ligaspielen hatte Terodde noch hinter Stammstürmer Jhon Cordoba zurückstehen müssen. Nun gab der frühere Stuttgarter ein Achtungszeichen für eine dauerhafte Startposition ab. Die Defensive der Berliner war allerdings über weite Strecken kein echter Gradmesser für den Aufstiegsfavoriten.

Der viermalige Pokalsieger aus Köln verhinderte damit das elfte Mal hintereinander das Erstrunden-Aus, über das Achtelfinale ist der FC aber auch schon seit der Saison 2009/10 nicht mehr hinausgekommen.