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Bahnstreik zum Wochenstart: Berlin und Brandenburg betroffen

09.12.2018 - Beschäftigte der Bahn wollen am Montag aus Protest für bessere Bezahlung die Arbeit niederlegen. Verspätungen und Zugausfälle im ganzen Land werden erwartet.

  • Bedienstete der Bahn nehmen an einem Warnstreik der Gewerkschaft EVG teil. Foto: Roland Weihrauch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bedienstete der Bahn nehmen an einem Warnstreik der Gewerkschaft EVG teil. Foto: Roland Weihrauch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Bahnreisende in Berlin und Brandenburg müssen am Montag viel Geduld mitbringen: Bei der Deutschen Bahn wollen Beschäftigte mit einem bundesweiten Warnstreik die Arbeit von 5.00 bis 9.00 Uhr niederlegen. Es drohen Zugausfälle und Verspätungen auch nach dem Streikende.

Wie stark der Verkehr in der Region Berlin und Brandenburg betroffen sein wird, ließ sich auch am Sonntagabend nicht einschätzen. Es sei bundesweit mit Einschränkungen im Zugverkehr zu rechnen, sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz. Die EVG werde «in allen Bereichen» streiken, man werde vorab keine Schwerpunkte des Ausstands nennen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat zu dem Ausstand aufgerufen.

Bei der Bahn wurden am Sonntag Vorbereitungen getroffen. Wie eine Sprecherin erklärte, sollte das Personal auf den Bahnsteigen und den Infopoints in den Bahnhöfen verstärkt werden, um Reisende zu informieren.

Unter der Rufnummer 08000 996633 wurde eine Hotline eingerichtet. Im Fernverkehr sollen alle für Montag gekauften Tickets bis Dienstag gültig bleiben, teilte die Bahn mit. Für Spar- und Superspartickets werde zudem die Zugbindung aufgehoben. Im Fall von Reiseabsagen wegen des Streiks sind Erstattungen von Tickets und Reservierungen geplant.

Grund ist der Abbruch der Tarifgespräche mit dem Bahn-Management. Am Samstag waren die Parteien in Hannover ohne Ergebnis auseinandergegangen. Zum Wochenende wechselte bei der Bahn zudem der Fahrplan. Es gibt mehr Züge, andererseits steigen auch die Preise - im Fernverkehr im Schnitt um 1,9 Prozent, Sonderangebote und Rabatte eingerechnet um 0,9 Prozent.

Die EVG nannte ein aus ihrer Sicht zu geringes Lohnangebot des bundeseigenen Konzerns als Anlass für die Warnstreiks. Über den Umfang und die genaue Dauer sei noch nicht entschieden. Die Bahn sprach von einer «völlig überflüssigen Eskalation». «Bei diesem Angebot den Verhandlungstisch zu verlassen, ist nicht nachvollziehbar und verunsichert völlig unnötig unsere Kunden mitten in der Weihnachtszeit», erklärte Personalvorstand Martin Seiler.

Zum Tarifangebot gehörten nach Bahn-Angaben eine Entgelt-Erhöhung von insgesamt 5,1 Prozent in zwei Stufen und eine Einmalzahlung von 500 Euro. Anstelle der zweiten Stufe sollte den Mitarbeitern erneut die Möglichkeit eröffnet werden, mehr Freizeit zu wählen. Dies sollte nach Darstellung der EVG aber erst ab Anfang 2021 möglich sein.

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