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Banken-Warnstreiks: Jede zweite Sparkassen-Filiale bleibt zu

17.05.2019 - Berlin (dpa/bb) - Jede zweite Sparkassen-Filiale in Berlin ist am Freitag wegen eines Warnstreiks geschlossen geblieben. Die sogenannten SB-Räume mit den Automaten seien aber in der ganzen Stadt wie gewohnt geöffnet, sagte ein Sprecher der Berliner Sparkasse. Die Gewerkschaft Verdi hatte rund 8000 Angestellte verschiedener Banken in Berlin und Brandenburg für Freitag erneut zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Rund 800 Beschäftigte traten nach Gewerkschaftsangaben in den Ausstand. Sie fordern in den laufenden Tarifverhandlungen unter anderem höhere Löhne.

  • Das Logo der Gewerkschaft verdi ist auf dem Gesicht einer Demonstrantin zu sehen. Foto: Paul Zinken/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der Gewerkschaft verdi ist auf dem Gesicht einer Demonstrantin zu sehen. Foto: Paul Zinken/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am Hackeschen Markt vor dem Gebäude des Bundesverbands deutscher Banken versammelten sich am Vormittag die Streikenden zu einer Kundgebung. Eine Zahl, wie viele Beschäftigte am Freitag die Arbeit niederlegten, lag am Mittag noch nicht vor.

Insgesamt hielten sich die Auswirkungen der Warnstreiks für Bankkunden aber in Grenzen. «Bislang sind die Einschränkungen äußerst gering, und wir gehen davon aus, dass das so bleibt», sagte Carsten Rogge-Strang, Geschäftsführer Tarifpolitik beim AVG Banken. Auch nach Angaben eines Sprechers des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) gab es «keine nennenswerten Auswirkungen» für Kunden.

Zum Warnstreik aufgerufen waren unter anderem Angestellte der Berliner Sparkasse, der Deutschen Bank, der Commerzbank, der Investitionsbank Berlin, der Targobank, der UniCredit Bank/Hypovereinsbank und der Deutschen Kreditbank.

Die Arbeitnehmervertreter fordern für die bundesweit 200 000 Bank-Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld, einen Anspruch auf Weiterbildung sowie sechs bezahlte «Gesundheits- und Entlastungstage» pro Jahr. Aus Sicht der Arbeitgeber verlangt die Gewerkschaft zu viel. Die Banken stehen unter Druck wegen niedriger Zinsen, stärkerer Regulierung und der Konkurrenz neuer Online-Banken. Beide Seiten setzen sich am Montag in Wiesbaden wieder an einen Tisch.

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