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Berliner Schülerin seit 2006 verschwunden: Mordanklage

28.05.2019 - Die 14-jährige Georgine kommt nach der Schule nicht zu Hause an. Ihr Verschwinden ist bundesweit bekannt. Die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus. Nun gibt es eine Anklage, aber keine Leiche.

  • Justitia-Figur auf dem Gerechtigkeitsbrunnnen auf dem Römerberg. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Justitia-Figur auf dem Gerechtigkeitsbrunnnen auf dem Römerberg. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Wegen Mordes und Vergewaltigung hat die Berliner Staatsanwaltschaft einen 44-Jährigen mehr als zwölf Jahre nach dem Verschwinden der vermissten Schülerin Georgine angeklagt. Dem Angeschuldigten werde vorgeworfen, die 14-Jährige im September 2006 auf dem Heimweg von der Schule abgepasst und in einen Keller seiner Wohnung in Berlin-Moabit gelockt zu haben, teilte die Anklagebehörde am Dienstag mit. Dort soll der mutmaßliche Mörder das Mädchen bewusstlos geschlagen und dann vergewaltigt haben. Aus Angst vor Entdeckung habe der Verdächtige Georgine erwürgt und an einen unbekannten Ort gebracht. Die Leiche wurde bis heute nicht gefunden.

Der Verdächtige ist seit Dezember 2018 in Untersuchungshaft. Er war bereits 2013 wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen im Keller seiner Wohnung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden. Der Verdächtige war 2017 erneut ins Visier der Ermittler geraten. Er wurden laut Staatsanwaltschaft durch Funkzellenauswertungen und einen verdeckten Ermittler überführt.

Das rätselhafte Verschwinden von Georgine Krüger war viele Jahre lang einer der bekanntesten Vermisstenfälle in Deutschland.

Oberstaatsanwalt Ralph Knispel twitterte, es dauere manchmal länger, aber die meisten Tötungsdelikte würden aufgeklärt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wir geben nicht auf.» Das gelte auch für den Fall Rebecca. Die 15-Jährige verschwand vor rund drei Monaten. Die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus. Trotz aufwendiger Suche über Wochen mit Hunden, Booten und einem Hubschrauber wurde ihre Leiche bislang nicht gefunden. Gegen den Schwager von Rebecca wird weiter ermittelt.

Offen blieb bisher, warum die Polizei nach der Belästigung einer weiteren Frau im Jahr 2011 durch den mutmaßlichen Mörder von Georgine nicht aktiver wurde und einen Zusammenhang herstellte. Die junge Frau hatte den Zeitungen «B.Z.» und «Bild» berichtet, sie habe der Polizei damals von ihrem Verdacht erzählt, ihr Angreifer könne auch etwas mit Georgine zu tun haben. Erklärt wurde auch nicht, warum die Ermittler nicht schon nach der Verurteilung des Mannes einen möglichen Zusammenhang herstellten. Der mutmaßliche Mörder von Georgine wohnte nach Angaben von Ermittlern in derselben Straße wie sein Opfer.

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