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Berliner Staatsoper plant für nächste Saison

02.04.2020 - In die Zukunft blicken trotz Corona: Die Staatsoper Unter den Linden plant ihre nächste Spielzeit ohne größere Einschränkungen. Einige Fragezeichen bleiben.

  • Daniel Barenboim dirigiert die Staatskapelle Berlin in der Staatsoper. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Daniel Barenboim dirigiert die Staatskapelle Berlin in der Staatsoper. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden mit ihrem Chefdirigenten Daniel Barenboim plant auch angesichts der anhaltenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ihr Programm für die Spielzeit 2020/21. Die Staatsoper richte sich nach wie vor auf einen Saisonbeginn am 3. Oktober ein. Die Ungewissheit über ein baldiges Ende des Spielverbots sei aber belastend. «Wir wissen nicht, ab wann wir spielen können», sagte Barenboim. Vor allem brauche das Orchester, die Staatskapelle Berlin, nach mehreren Wochen oder gar mehreren Monaten Pause eine Phase für die Proben. Offiziell gilt die Schließung aller Theater und Opernhäuser zunächst bis 19. April.

Intendant Matthias Schulz sagte, er mache sich vor allem Sorgen um jene Sänger, die nicht so bekannt seien und nun unmittelbare Einkommensausfälle hätten. «Im Moment sind wir noch in einer relativ abgesicherten Seite. Aber mit jedem Monat, die es länger dauert, wird die Herausforderung größer.» Er hoffe, dass die vom Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) zugesagten Hilfsprogramme so schnell wie möglich auch an die Künstler gehen. «Über die finanziellen Lücken, die in den Institutionen entstehen, muss dann zu gegebener Zeit gesprochen werden», sagte Schulz.

Eröffnet werden soll die Saison 2020/21 am 3. Oktober mit der deutschen Erstaufführung der Zwei-Personen-Oper «Quartett» des italienischen Komponisten Luca Francesconi. Er freue sich, 30 Jahre nach der Vereinigung diese Oper nach dem gleichnamigen Theaterstück von Heiner Müller zu dirigieren, sagte Barenboim.

Zu den Premieren der nächsten Spielzeit gehören auch Richard Wagners «Lohengrin» in einer Inszenierung des Spaniers Calixto Bieto, der dafür «ein sehr starkes Konzept» entwickelt hat, wie Schulz sagte.

Barenboim dirigiert außerdem Mozarts «Figaros Hochzeit», der frühere Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Simon Rattle, steht mit Leoš Janáček Oper «Jenufa» am Pult in einer Inszenierung des italienischen Regisseurs Damiano Micheletto.

Auch Giacomo Puccinis «La Fanciulla del West» mit dem Dirigenten Antonio Pappano und unter der Regie von Lydia Steier steht auf dem Programm. Puccinis 1910 uraufgeführte «Wild-West-Oper» reiche von allen Opern des Italieners «am weitesten in die Moderne», wie der Intendant sagte.

Zum 450. Geburtstag der Staatskapelle Berlin plant das Orchester unter anderen die Aufführung von Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 mit Lang Lang als Solist sowie Beethovens 9. Sinfonie. Barenboim wird außerdem als Dirigent der Wiener Philharmoniker und der Staatskapelle Berlin sowie in der Doppelfunktion als Dirigent und Pianist bei Mozarts Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur KV 365 sowie als Solist bei einem Duo-Recital - beides gemeinsam mit Martha Argerich - fungieren.

Mit dem Engagement von Barbara Wysocka, Satoshi Miyagi, Calixto Bieito, Damiano Michieletto, Lydia Steier und Vincent Huguet werden alle Premieren von Regisseurinnen und Regisseuren inszeniert, die erstmals an der Staatsoper arbeiten. Die ursprünglich für die aktuelle Spielzeit geplante Neuproduktion von Mozarts «Idomeneo» in der Regie von David McVicar soll nachgeholt werden.

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