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Betrug als falscher Honorarkonsul: Angeklagter will aussagen

29.10.2020 - Weil er sich als Honorarkonsul und Botschafter ausgegeben und eine Serie von Straftaten begangen haben soll, steht ein 33-Jähriger vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten. Der Mann habe unter falscher Identität zahlreiche Verträge abgeschlossen und Dokumente unterzeichnet, heißt es in der zu Prozessbeginn am Donnerstag verlesenen Anklage. Der Verteidiger kündigte an, dass sich sein Mandant am zweiten Verhandlungstag am 9. November zu den Vorwürfen äußern werde.

  • Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es dem 33-Jährigen vor allem darum ging, «die mit einer derartigen Funktion verbundene Anerkennung und Wertschätzung für sich zu erlangen». Die Anklage lautet auf Betrug, Missbrauch von Titeln, Urkundenfälschung, Fälschung beweiserheblicher Daten und Verletzung des Briefgeheimnisses.

Insgesamt 47 Taten werden dem 33-Jährigen zur Last gelegt. So habe er sich Holzstempel für die «Botschaft des Staates Grenada» bestellt und nicht bezahlt, als angeblicher Amts- und Würdenträger ein Hotelzimmer gebucht, einen Mann per Urkunde zum «Attaché für Tourismus und Marketing» der Botschaft ernannt und mehrere Menschen mit Arbeitsverträgen getäuscht. Zudem sei er im Internet als Botschafter aufgetreten und habe eine angebliche Homepage des Staates Grenada betrieben.

Der vorbestrafte Mann soll in der Zeit von September 2011 bis Oktober 2015 Leistungen und Waren im Wert von fast 15 000 Euro erschlichen haben. Der Verteidiger kündigte eine geständige Einlassung an. Sein Mandant habe seit dreieinhalb Jahren eine feste Anstellung und bereits gespart, um zumindest einen Teil des verursachten Schadens noch während des laufenden Prozesses ausgleichen zu können, erklärte der Anwalt.

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