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Bezirksbürgermeister verurteilt «sinnlose Randale»

06.06.2020 - Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) hat den Krawall von mutmaßlichen Linksextremisten in der Nacht zum Samstag scharf kritisiert. «Für diese sinnlose und zerstörerische Randale kann es kein Verständnis und keine Rechtfertigung geben», sagte Hikel in einer Mitteilung. Besonders perfide finde er, dass diese Personen den Namen von George Floyd hinterlassen hätten und damit auf die Proteste Hunderttausender in den USA gegen Rassismus Bezug nehmen. Eingeschlagene Fensterscheiben von Optikern und Supermärkten in Neukölln hätten nichts mit dem wichtigen Protest gegen Rassismus zu tun. «Ganz im Gegenteil: Ein solches Verhalten ist dämlich, unsolidarisch und schadet dem tatsächlichen Protest gegen Rassismus - in Neukölln und überall», sagte Hikel.

  • Martin Hikel (SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln, spricht zur Presse. Foto: Gregor Fischer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Martin Hikel (SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln, spricht zur Presse. Foto: Gregor Fischer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In der Nacht waren laut Polizei rund 50 Personen teilweise vermummt und mit Fackeln durch Neukölln gezogen. Mehrere Schaufenster wurden durch Steinwürfe beschädigt und Hauswände wurden mit Schriftzügen beschmiert, unter anderem mit «GFLOYD». Der Afroamerikaner George Floyd war vorige Woche in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota gestorben, nachdem ein weißer Polizeibeamter sein Knie minutenlang auf seinen Hals gedrückt hatte.

In der Nacht war auch ein Zusammenhang mit dem gerichtlichen Räumungsbeschluss für das Wohnprojekt «Liebig 34» vermutet worden, einem der letzten Symbole der linksradikalen Szene in der Hauptstadt.

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