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Boden zu trocken: Brandenburger Bauern von Ernte enttäuscht

19.08.2019 - Fast 60 Prozent weniger Raps und 13 Prozent weniger Getreide fuhren Brandenburgs Landwirte in diesem Jahr ein. Jeder Tropfen Regen war entscheidend.

  • Ein Mähdrescher erntet ein Getreidefeld mit Wintergerste ab. Foto: Thomas Warnack/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mähdrescher erntet ein Getreidefeld mit Wintergerste ab. Foto: Thomas Warnack/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Teltow (dpa/bb) - Brandenburgs Landwirte verzeichnen das zweite Jahr in Folge eine enttäuschende Erntebilanz. 2019 fuhren sie 2,3 Millionen Tonnen Getreide und damit rund 13,3 Prozent weniger als den langjährigen Mittelwert ein, wie der Landesbauernverband (LBV) am Montag mitteilte. Beim Raps sah es in diesem Jahr noch schlechter aus - die Bauern ernteten 173 000 Tonnen, das sind 58 Prozent weniger als das langjährige Mittel.

Grund für die schlechten Erträge war nach LBV-Angaben das Wasserdefizit im Boden. Geringe Niederschläge im Vorjahr und die anhaltende Trockenheit, besonders im Juni, vermieste den Bauern die Ernte. Vergleichsweise gut kamen in diesem Jahr die Ökobauern weg - sie fuhren nur ein kleines Minus von 2,2 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel ein. Insgesamt wurde auf einer Fläche von 513 200 Hektar Getreide angebaut.

Die Dürre hatte den Landwirten bereits im Vorjahr starke Einbußen beschert. Pflanzenproduzenten, aber auch Gemüse- und Milchbauern waren betroffen. Viele beantragten staatliche Dürrehilfen. In diesem Jahr war nach Angaben des LBV jeder Tropfen Regen entscheidend für Wachstum und Ertrag.

«Ohne die Dürrehilfe 2018 hätten viele Brandenburger Betriebe aufgeben müssen», sagte LBV-Präsident Henrik Wendorff. Der Verband plädiere für die Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage für Landwirte. Dies würde den Bauern Rücklagen für schlechtere Jahre ermöglichen.

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